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Erstes Bändchen. Von der ältesten Zeit bis zu Christoph Columbo's Tode / von Karl Falkenstein
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der zugeführt wurde. Durch diese Handlungwar das Zutrauen augenblicklich hergestellt, undder Kazike selbst, (so nannten die Eingebor-nen ihren König,) wollte die Menschenkennen lernen, von denen man soviel Gutes erzählte. Guacanagari,ein riesig großer Mann, ganz mit Goldblechenüberdeckt, machte Columbus seinen Besuchund hatte bei einer baldigen Strandung Gele-genheit, seine gutmüthige Dienstfertigkcil gegendie Spanier an den Tag zu legen. Dagegenversprach ihm der Admiral, sein Land und Volkgegen die mörderischen Angriffe der wilden Ka-raiben, die sich von Mcnschenfleisch nährten,zu beschützen. Er benutzte diese Gelegenheit,um mit Einwilligung des Kaziken eine Art vonFestung auf der Insel anzulegen. In diesemFort, welches man I^aNativituä benannte,und das ungefähr dreißig Stunden von demOrte, wo heute die Capstadt liegt, an der Baivon Caracole erbaut gewesen, ließ er achtund dreißig Mann unter dem Befehl eines ge-wissen Diego d'Arena zurück, ging dann am4. Januar 1493 unter Segel, um die Nord-küste dieser Insel genauer kennen zu lerne»,und nahm endlich seinen Rückweg nach Spa-nien. Das Wetter war überaus günstig, undnichts schien mehr der glänzendsten Vollendungseines Unternehmens entgegen zu stehen, als aneinem Morgen es war der 12. März sichplötzlich ein ungewöhnlicher Sturmwind erhob,und die voranscgelnde Pinta von dem Ge-schwader trennte. Schon gab Columbus selbstbei dem immer zunehmenden Orkan, die Hoff-