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Erstes Bändchen. Von der ältesten Zeit bis zu Christoph Columbo's Tode / von Karl Falkenstein
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kannte Reiche und Länder an zwei Machte, diekein anderes Recht als das der Räuber daraufhaben konnten. Wie würde wohl Europa,um mit Paw^) zu sprechen, eine Bulle desgroßmächtigcn Dalai-Lama von Thibet aufneh-men, wenn dieser es sich einfallen ließe, einemKalmuckenhäuptling Spanien odcrJtalien, wel-ches einige seiner Leute eindeckten, zu schenken?Und jene Schenkung des römischen Bischofswurde bald darauf, da die Demarkationslinienicht hinreichend gewesen, den Besitz beiderKronen zu scheiden, noch um dreihundert Mei-len weiter hinausgerückt.

Columbo hatte indeß kaum den Rauschdes Triumphes und der Schmeichelei seinerglücklichen Rückkehr überstanden, als sein rast-loser Geist bereits auf einen zweiten Entdeckungs-zug drang.

Mit einer seiner Würde der und Macht derspanischen Monarchie angemessenen Ausrüstungvon siebzehn Segeln lichtete er am 25. Sep-tember 1495 im Hafen von Cadix die Anker.

Am 3. November entdeckte er die InselDomenica, (Dominique) und in kurzerZeit eröffnete sich seinem Blicke die ganze Rei-che der Antillen, als: Marie Galante,1495 Guadeloupe, Montserrat, St. Chri-stoph, Antigoa, und die Inselgruppe, wel-che man mit dem Namenunter dem Winde"bezeichnet. Von hier steuerte er zwischen S a li-la Cruz (St.Croix) und den virginischen

92) Siehe: tieaborclies plülo«. sur les .Vmerie.

1'. I. x. 81.