Prunus.
ORDO L
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ten, die an Grosse, Geschmack und Farbe, in der Bitterkeit und Süs-sigkeit der Kerne verschieden sind; daher die türkischen, provenccr,lothringer, holländischen u. 8. w. Aprikosen.
2167. Pr- dasycarpa Ehkii. floribus sessilibus, fo-liis ovatis acuminatis duplicato - serratis, petiolis glandulosis.Armeniaca dasycarpa FI. "VVett. '
Rauher Pf], Schwarze Aprikose. I)- 4. 5. Kr ist bei uns sel-ten und wird ein Strauch von 5 —6 Fuss mit runden, glatten undbraunen Zweigen. Die abwechselnden Blätter sind klein r doppelt-säge-zühnig, dunkelgrün und auf beiden Seiten kahl; ihr Blattstiel hat 2 3
Drüsen. Die Blätter gleichen etwas denen der Birke. — Auch kann ermit dem sibirischen Pfl. verwechselt werden; allein dieser hat einfach-sägezühnige Blätter, Blattstiele ohne Drüsen und eine trockene,»leder-häutige Frucht. — Die weissen Blüthcn sind klein, stehen zu 1 — 2auf sehr kurzen Stielen. Die kleine, runde Frucht ist auf der Sonnen-seite schwarzblau, auf der andern dunkelroth, und fein behaart. DasVaterland weiss man nicht, aber er findet sich Ln mittlern Deutschland;Wett.
Der Vogel - Kirschb. hat von den Laub - und Rüsselkäfern Melolonthaet Curculio) viel zu dulden; er hat ein sehr gesuchtes Nutzholz, dasPolitur, Farbe und Lack annimmt; in Frankreich verarbeitet man esunter dem Namen: Lucienliols. Aus den frischen Spänen schweelt mane 'n Oel gegen das Aufstossen des Viehes. Er kann zu lebendigen Heckenbenutzt werden. Die innere Rinde der alten Stämme liefert mehreredauerhafte Farben. Die Früchte können auf mancherlei Weise benutztWerden: man gcnicsst sie mit Salz, kocht ein Muss daraus; färbt Weinund Branntwein damit; bereitet in Schottland einen Wein daraus, durchsaure Gührung einen guten Essig, durch geistige einen schönen Brannt-wein. Die Kerne geben ein gutes Oel. Die Früchte sind eine Lieb-bngsspeise der Vögel. Die Rinde verspricht Heilkräfte und man führt:I 'adi cortex. Als Strauch dient er zum Schutz der Ufer. Man ver-mehrt ihn durch seine Kerne, Ableger und Wurzelbrut; er empfiehltsich durch seine sehr' schönen, wohlriechenden Blüthcn. In den Blät-tern des Kirschlorbcers sind die Bestnndtheile, welche sich in der bit-te™ Mandel finden, concentrirt. Alle Arten dieser Gattung enthaltendiese Blausäure mehr oder weniger; doch diese besitzt am mehrsten.Wenn wenig Blätter in Milch gekocht dieser einen angenehmen Ge-schmack von bittern Mandeln mitthcilen, so können mehrere dem Men-schen das Leben kosten, schwachem Individuen schon in geringer Menge,daher durchaus zu vermeiden. Die besten Gegenmittel bei Vergiftungenvoa diesem Gewächs sind Milch und Kali. In den Apotheken kenntAlüssler’s lldb. d. Gcibächsk. 3fc Aufl. II. B. I. 54