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2 (1833) [Classis XI. Genera. Dodecandria...] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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Rosa.

ORDO V.

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abstammt, Ist eine herrliche Zierde der Gärten; ihr schönes Roth, ihrangenehmer Geruch haben' sie zur Königin der Blumen erhoben; dieDichter machen sie zum Sinnbild der Jugend, Schönheit, Unschuld undLiebe. Unter ihren Spielarten zeichnet sich die kleine Gartcn-H, oderJmifrfern-Il. sehr aus; sie lassen sich sänuntlich auch durch Wurzelbrutvermehren. — Die His am - R. übertrilft alle in der Vortrefflichkeit desGeruchs; aus ihren Kruublättem bereiten die Türken ein ausserordent-lich kostbares, wesentliches Oel, das den süssesten Wohlgeruch ver-breitet, aber schwer unverfälscht zu erhalten ist. — Das sfeHr dichte,feine und gelbe Holz der Ilunds-H. wird zu eingelegter Arbeit benutzt.Blätter und Zweige geben ein gutes Viehfutter und enthalten Gerbe-stolV. Der Strauch eignet sich vorzüglich zu Hecken; die kleingesclmit-tenen Stengel und Wurzeln geben einen guten Thee. Man gebrauchtdie Kronblätter, so wie die der Garten-Ii. und einiger anderer Arten,zu Hosenwasser, Hoseuessig, Ilosenhonig, Hosensyrup , Hosenöl, Hosen-pomade, und getrocknet machen sie einen Hauptbcstaudtheii eines Potpourri aus. Die von den Kernen gereinigten Früchte, oder llahnbutlcn,werden getrocknet und eingemacht und zu verschiedenen Speisen ge-braucht, denen sie einen sehr herzhaften Geschmack mittheilen. Diegebrannten Kerne hat man wie Kaffee benutzt. Die frischen Früchtebringen in Milcb gekocht diese zum Gcriunen und ertheilen der Molkeeinen angenehmen Geschmack. Sie können zu Branntwein und Kssigbenutzt werden. Die monströsen Auswüchse, welche Schlafäpfel ge-nannt werden, entstehen von der lloscngallwespe (Cynips rosae). Inden Apotheken fühlt man: Hosne sylvestris flores; Cynosbati fructus;lledcguar fungus. — Das Holz der weissen II. wird auch benutzt. Inden Apotheken hat man: Hosae albae flores. Die immerblilhendc Ii. ge-hört ins Glashaus. — Sie stehen alle gern in mildem Beden und wol-len in der Blüthe vor Regen gesichert sein. Unter den Landpflanzenist die Risam -R. die zärtlichste, man bedeckt daher im Winter ihroWurzeln, Beschneidet man sie bis auf einen Fuss hoch, so blüht siodesto schöner. Um neue Sorten zu ziehen, vermehrt man sie durchSaamen. Um im Herbste Rosen zu ziehen, beschneidet man sie, wenndie Blüthen völlig aufgeblüht sind. Um frühzeitig Rosen zu haben, setztman Stämmchen mit völligen Wurzeln im Frühjahr in Töpfe und bringtdiese in ein beschattetes Mistbeet. Wenn sie anfangen zu treiben und'Knospen zeigen, beschneidet man sie, bringt sie ins Freie, und fährtmit dem Beschneiden den ganzen Sommer fort. Gegen den Winter setztmau sie ins Glashaus und dann ins Mistbeet. Um hochstämmige Rosenzu ziehen, nimmt man die weichhaarige H ., welche unter allen wild-wachsenden die höchsten, astlosen Zweige aus der Wurzel treibt, undokuürt auf ihre Spitze gefüllte Rosen.