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CLASSIS XIII.
Aconiluin.
2393. A. Vul paria Renis. calcare spirali, casside cy-lindrico-ampliata. licitu. illuslr. t. LVI. LV11. LVI1L A.Lycoclonum Jacq. nustr. 380.
Fuchstodt-E. T\. 6 — 7. Auch diese Art wird auf fettem Bodenfast mannhoch, ihr Wuchs ist steifer, die ganze Pflanze meist kahlerund dunkler als vorige, Blüthen grösser, wenigstens ihre Haube weiter,nach oben keulig verdickt wie aufgeblasen, von Farbe blassgelb, oderblasslila, oder mit einem Lilastreif über den Kücken der Haube, oderviolett. Pistille meist kahl, in Ungarn auch kurzbehaart. In Bergwal-dungen in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Ocstrcich, Ungarn,(daselbst die lilafarbigen und violettblüthigen Abänderungen), Sibirien.Man kann 3 standhafte Formen unterscheiden a) Ai Julp. Vhtharu: inallen Theilen zarter, Stengel bogig, rispenblüthig, Haube enger; inUngarn, Davurien. b) A. J'ulp. Cynoctonum: robuster, steif, auf-recht, traubenblüthig, Blüthensticlc aufrecht abstehend, Haube weitwal-zig, vom pyrenäischen bis zum altaischcn Gebirgszuge, meist behaarterals andere Formen, c) A. Vulp. Tragoctonum: eine schöne, steif-auf-rechte, pyramid&lisch-blüthige Form, mit grossen aber dünnem Blät-tern, Blüthenstiele abgebogen, aufsteigend auf den Alpen in Salzburg,Kärnthen, Steyerm. Salzburg, Tyrol. Auf diese Art, so wie auf dievorige, ist Alles zu beziehen, was die Schriftsteller Deutschland^ undder Schweiz von A. Lycoclonum sagen und was unter den NamenWolfstodt, Tueloup, vorzukomnien pflegt. —
Als allgemeine Bemerkung zu den Aconitcn möchte ich noch zumBesten derjenigen, welchen es am Herzen liegt, ihre Pflanzen richtigzu bestimmen, und welche sich nicht durch das voreilige Urtheil der-jenigen, welche die Natur aus dem Herbario allein bcurtheilen, und dannso gern nach halben oder verkrüppelten Exemplaren, über die Leistun-gen derjenigen, denen tausende von Exemplaren einzelner Arten zu Ge-bote standen, absprechen wollen, irre machen lassen, folgendes hinzu-fügen :
1) ist bei wenigen Gattungen die in der lebendigen Entwickelung be-gründete Veränderung der Form der Blüthen so auffallend, als beiden Aconiten, da ihre Blüthc unregelmässig ist, und überhaupt beiihrem Bau als gleichsam ein Mittelding zwischen Kelch und Blume,auch in dieser Entfaltung eine Metamorphose von Kelch zu Blumedurchlaufen muss. Deshalb mache ich hier noch einmal darauf auf-merksam, dass die Kennzeichen, die man für Diagnosen benutzen kann,einzig und allein, so wie immer in der künstlichen Umschreibung derEntwicklungsstufen der Natur, nur an der vollendeten Darstellungder Blüthe wiedergefunden werden können, und so lange man fort-fährt nach halb- oder gar nicht aufgeblühcteii' Exemplaren, deren die