Aconiliim
ORDO m.
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besten Herbarien so viele, selbst von den besten Sammlern eingelegtebesitzen, zu bestimmen, so lange wird man in seinem Wirrwarr blei-ben und besser thurt, wenn inan, wie ich oben rieth, nur drei Artenannimmt, die man etwa Anlhora , Napellus und Lycoclonum nennenkönnte.
2) Audi in Hinsicht auf die sogenannten vegetativen Theile ist zu be-merken , dass deren luxurirender Zustand sehr leicht irre führenkönnte, wenn man sie für Bestimmung mit berücksichtigen wollte.Sehr auffallend ist auch dieser bei den Aconiten und perennirendenJMphinien. Solcher abweichend üppig aufgeschossner Stengel beob-achtet man gewöhnlich zu Anfang der Bliithenzeit. So schiesst z. B.bei A. Stürkianum , im Fall zu Ende Mai sehr warme Witterungeintritt, ein einzelner Stengel in ein paar Tagen plötzlich empor,seine Blätter sind fetter, breiter, wenig eingeschnitten, gehen überin Deckblätter von ungeheurer Grösse und Länge, und die Entwicke-lung der Blüthen selbst bleibt dafür gehemmt, diese erscheinen klei-ner und blasser. Solche Exemplare fignriren dann in Herbarien un-ter ganz curiosen Namen, sind bisweilen geschlängelt bogig, fast win-dend, woraus ein A. criostcmon entstanden, weil DisC. hier die fastder ganzen Gattung zukommenden, behaarten Staubfäden auch be-merkte. Die folgenden Stengel werden dann normal, und die Deck-blätter schwinden, die Blüthen entwickeln sich vollkommen. Ebensoluxuriren alle Napelloidcen, und wie weit diess bei der zarteren Formvon A- Napellus Üchleichcri geht, sieht man aus meiner treuen Ab-bildung tab. I., wo diese Form neben der gewöhnlichen steht, undzeigt, dass sogar die obersten Deckblättchen in wahre zusammenge-setzte Blätter sich umgewandelt haben.
3) Eine solche Luxuries befällt indessen auch die Blüthen und Frucht-tlieile, und als die allcrmerkwürdigste, beobachtete ich die, wo nichtnur die eigentlichen Blättchen der äusseru Blüthe, sondern seihst daseine Ncctarium, mit der grossen grünen Broctee unzertrennlich inein und dasselbe Gebilde verwachsen w ar. Wie ich überhaupt glaube,dass man bei vielen Ranunkulaceengattungcn die Blüthenhüllen zu be-trachten habe, bemerke ich noch bei den Anemonen. (Vgl. Fl. gcrin.p. 731. oben.) Eine andere Ueberfüllung der Blüthe zeigte 5 Hau-ben und 5 paar Ncctariyi, dazwischen mehrere kleine Blumenblätter.Aconit. Gmclini kam einmal bei Regenzeit so vor, dass an ganzenBlüthentraubcn alle Nectarienpaare aus den verkümmerten Haubenherausgewachsen waren. Auch die Fruchtkapseln sähe ich einmal aneiner ganzen Pflanze von A. pyramidale zu ungewöhnlicher Längeanwachsen, und sich bogenförmig nach aussen wie eine Vogelklauekrümmen, so dass mancher die Pflanze davon hätte A. coronojmsnennen können. Eine Menge andere Betrachtungen über diese Gat-