Volkamera.
ORDO II,
1115
t. 70. V, Japonica Jacq. Schoenb. t. 338. Clerodenclron fra-grans Hortul, Rhododendron villosum Roth. Bot. Bein.
Wohlriechende V. t). Sie blüht zu verschiedenen Zeiten. Diesesaufrechte Bäumchen hat einen runden Stamm, eine weichbehaarte, asch-graue Rinde und vertiefte Narben von abgefallenen Blättern. Die ent-gegengesetzten, gestielten Blätter sind an der Basis 3-rippig; ihre Stielehaben eine röthliche Furche. Der gabelästige Afterschirm hat an derBasis länglich - lanzettförmige Blättchen, die ganzrandig, röthlich, ner-vig und auf der Mitte der Unterfläche mit 2, selten 3 niedergedrück-ten Drüsen versehen sind. Die schönen weissen, auf der Rückseiteblassrothen Blüthen sind halbgefüllt und wohlriechend; ihre Stiele ziem-lich dick und roth. Der rothe, trichterförmige Kelch ist äusserlich be-haart, gelb punktirt und hat an der Basis gelbe flache Drüsen. Dietrichterförmige Krone hat eine röthliche, glänzende, kahle Röhre, undder 5-theilige Rand verkehrt-eirunde, zugerundete Lappen. Es findensich 5, 6, auch 7 vollkommene Staubgefässe; die übrigen sind in Kron-blätter übergegangen, an denen noch die Antheren hängen. Diese sindpfeilfürmig. Die angezeigten Drüsen geben bei gehörigem Wärmegradeeine grosse Menge Honigsaft, der auf den Blättern zunächst unter derBlüthe reichlich zu bemerken ist. ln China, Japan.
Er gedeihet am besten im Treibhause, und befindet sich auch ineinem geheizten Zimmer wohl, dessen Fenster eine südliche Lage ha-ben. Er lässt sich leicht durch Stecklinge vermehren.
Vit ex, Müllen,
2784. V. Agnus castus L. foliis digitalis septena-tis quinatisve lanceolatis subintegerrimis, spids verlicillatis.
Scuk, t, 177. Gaerth. 1. t, 56, f. 7,
Gemeine M. 1), 8. 9. Dieser Strauch zeigt sich oft buschartig, 10■—12 Fuss hoch, mit vielen aufrechten Zweigen, die 4-seitig, graulichsind und einander gegenüber stehen. Die entgegengesetzten Blätter sindganz, ungleich, weichbehaart und graugrün, Die violetten, röthlichen,oder weissen Blüthen bilden lange, nackte Endähren und haben einenangenehmen, kampferähnlichen Geruch, Er variirt mit breitem Blät-tern. Am Meer; Litorale.
Im nördlichen Deutschland gehört er ins Glashaus; er lässt sichdurch Saamcn fortpflanzeu. ln den Apotheken führte man sonst: Aguicasti semina.