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2 (1833) [Classis XI. Genera. Dodecandria...] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSIS XV.

Raphanislrum.

Von dem zahmen Ii. kennt man 2 Hauptverschiedenheiten: die er-ste nennt man im Allgemeinen Jtadischen , die welss oder roth, langoder rund sind; die zweite grössere, mit ähnlichen Abänderungen, be-greift die Sommer-, Herbst und ll'interrcltige , die weissen spanischen,die schwarzen Erfurter u. a. m. Man geniesst sie sämmtlich roll undgekocht; sie enthalten einen auflösenden, harntreibenden Saft, der be-sonders im Scharbock gerühmt wird. Die jungen Wurzelsprosscn sindals Salat eine angenehme Speise. Die jungen Ulätter beider Arten kön-nen als Gemüse genossen werden; auch ihre Saamen sind sehr ölreich.Vor allen dürfte der chinesische Oel-Retlig zu empfehlen sein. Es wargebräuchlich: Raphani radix recens.

R a p h a n 1 s t r u m, Kriebelrellig.

2826. R. segetum T. foliis lyralis scabris , sili(|uisteretibus articulatis laevibus imiloctilaribus. Raphanus Ra-phanislrum Litt. Engl. b. 856. Schk. t. 188. Haynk Arzngw.II. 15. Raphanislrum innocuum El. Wett. Sinapis arcensisFl. D. 678. — ß. R. arrense T. *)

Wilder K. ©. 5 — 8. Der aufrechte, runde Stengel ist ästig, kahloder einzeln behaart und 1 —2 Fuss hoch. Die abwechselnden, ge-stielten Blätter sind steifhaarig und gezähnt. Die schlaffen Traubenstehen an der Spitze. Der hinfällige, zusammengeneigte Kelch ist hacke-rig und hat 2 an der Basis höckerige Blättchen. Die weissen oder gel-ben Kronblättcr stehen ab und haben dunkle, violette Adern. Die Drü-sen des vorigen. Die anfangs knotig - aufgetriebenen , 2 - fächerigenSchoten werden mit der Zeit gegliedert und cinfächerig; sie enthaltenmehrere rundliche Saamen. Auf Saatäckern. **)

B. S i 1 i c u 1 o s a e.

Anastatica, Jerichorose,

% 2827. A. hierocliuntiua L. foliis obtusis, spi"

’) Beide ^Formen sind in diesem Jahre in der Cent. VIII. des deut-schen Herbarii ausgegeben worden, erstere hat Blüthen fast wie Sina-pis arvensis, nämlich kleiner und gelb, letztere etwas grössere wie Bras-sica oleracea , welche ihre Farbe bei dem Abblühen in weiss verändernund dunkel geadert sind. Beide bleiben sich durch Aussaat ganz gleich,erstere wächst in der Gegend von Dresden allein, letztere in der Ge-gend von Leipzig allein, ohne die andere.

**) Hier in der Flora germanica noch: 11, Landra und R, marit‘mum p. 656.