ORDO I.
1645
Epipactis.
glatten Scheibe. Nach dem Abblühen und während des Trocknens än-dern die ganzen Blüthen. Der kurze Fruchtknoten ist verkehrt eirund,fast kahl und röthlich. Auf schattigen, sumpfigen Stellen; seltner alsdie übrigen.
5060. E. viridiflora (Serap.) Hoffm. foliis elli-ptico-acuininatis amplexicaulibus, labio cordato-ovato acutoplano petala sepalaque lanceolata germino longiora aequante.Rchxi. pl. erit. IX. ic. 1142. Serapias latifolia ß. sylvestrisPers. Serap. latifolia FI, dan 811.
Grünblüthige S. V,- f. Schlanker von Wuchs als E. latifolia,alle Theile mehr gestreckt, sowohl dio Blätter als die Theile derBlüthe. Diese ist grün, ihre Lippe weit länger als an voriger, weis«,mit röthlichem Mittelfeld. Im Wuchs verbindet sie nun durch ihrelängeren Blüthen die Form der vorigen mit der der folgenden, beiwelcher dieselben am längsten sind. Die Traube ist oft sehr lang undschlank, gewöhnlich alles kleiner als bei E. latifolia , welche die aller-grösste Art der Gattung ausmacht. In schattigen Laubwäldern.
5061. E. palustris Sw. foliis ovato -lanceolatisamplexicaulibus, bracteis flore brevioribus, floribus pen-dulis, labio crenalo obtuso calycem subaequante, germinepubescente. Serapias longifolia Linn. Schk. t. 274. flos.Stürm IV. 13. B. Cab. 156. Serap. palustris Scor. Engl.b. 267. Ilelleborine latifolia Fl. D. 267,
Gemeine S. Zf. 6—8. Sie unterscheidet sich von S. latifolia:durch die sehr kriechende Wurzel; durch den niedrigem, aber dickemStengel, der abwechselnd mit scheidenförmigen, röthlichcn Schuppenbesetzt ist; durch längere, aber schmälere, schwertförmige, am Randenicht scharfe Blätter; durch zwar weniger Blüthen, aber fast doppeltgrössere und schönere, die eine grössere Traube bilden; durch längerekrumme Stiele, die fruchttragend herabgebogen sind; durch breitereDeckblätter, wovon die untersten so lang als die Blüthen; durch dieKelchblätter, von denen die beiden untersten und das mittlere obenroth und weiss gerandet, die seitenständigon roth gestreift sind; durchdie inwendig gelb und roth gestreifte Lippe; und durch den fast zoll-langen Fruchtknoten. Auf nassen Wald wiesen.