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Syrien, bestieg den Berg Karmel auf der Reise»ach Jerusalem, wo er alles zu sehen und zuerforschen suchte, was einem Pilger in Palä-stina zu erforschen möglich ist, und kehrte nacheiner zehnjährigen Wanderschaft wieder überFrankreich und Italien in sein Vaterland zu-rück. Er führte ein inhaltreiches Tagebuch sorg-fältig fort, und hinterließ es nach seinem Todedem einzigen Bruder, der es dem damaligenPrediger zu Meißen, lVI. Christoph Jäger zumDruck übergab. 8 ) Obgleich der Verfasser keinegelehrten Kenntnisse und wenig Gcschicklichkeitin Untersuchungen gehabt zu haben scheint, sobleibt ihm doch der unbestrittene Ruhm, alles,was er gesehen, mit großer Wahrheitsliebe auf-gezeichnet und bis auf Büsching'S Zeit die gründ-lichste Beschreibung des Berges Sinai geliefertzu haben. Den Erfahrungen neuerer Reisen-den, z. B. Belzoni, entspricht seine Schilderungder Pyramide»: „Auf der Seite, da ich hin-aufgestiegen, habe ich gezählt 280 Steine oderStufen, jede von einer bis anderthalb Ellenhoch, und drittehalb, theils auch wohl drei El-len lang, und sind ins Gevierte gearbeitet undganz glatt als ein wohl polirter Marmel. Aufder einen Seiten unten auf der Erde ist ein Loch,dadurch man hineinkriechen kann, als wir her-nach auch gethan, nachdem wir wieder von derHöhe herunter kommen, und sind von solchem
8) Die erste Ausgabe erschien zu Budissin 1666. 4.389 S. —- Die zweite zu Nürnberg 1673. 4. —Die dritte zu Budissin 1674. 4. — Die vierte zuNürnberg 1686. 4. — Ein Nachdruck zu Magde-burg 1733.