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Drittes Bändchen. Von der Entdeckung Neuholland's (1616) bis zu Cook's erster Weltumseglung (1768-1771) / von Karl Falkenstein
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nahm, eine neue zu stiften. Auch diese geriethnicht. So läßt sich schließen, daß unüberwind-liche Schwierigkeiten vorhanden gewesen seynmüssen, weil sogar der kluge und allmächtigeStaatsmann sie nicht zu überwinden vermochthat. Manche lagen, wie selbst französischeSchriftsteller angeben, in der Ungeduld der Fran-zosen, welche meist gleich erndten wollen, wosie noch nicht gesäet haben. Viel hinderte viel-leicht die allzuwillkührliche Regierung, bei wel-cher die Handlung nie zum größten Flor gedei-hen kann. Viel ließe sich überhaupt über die-sen Gegenstand sagen; doch wer die Geschichteder französischen Handelsgesellschaften näher ken-nen lernen will, den verweisen wir auf: Allge-meine Geschichte der ost- und westindischen Han-delsgesellschaften, aus dem Englischen übersetzt,

Halle 1764. 2 Thle. 4r oder Allg. Wclthi-siorie, B. 25 bis 27.

Die Franzosen wurden nun in diesem Zeit-raume die thätigsten Entdecker unbekannter Land-striche. Keine noch so kühne Unternehmung lie-ßen sie unversucht. Selbst im Norden vonAmerika wurden neue Versuche angestellt, ob-gleich man nach den Fahrten eines Fox und Ja-mes weiter keine Lust mehr zeigte, dergleichenEntdeckungsreisen zu unterstützen. Ein kanadi-scher Bürger, Namens de Groiselie oder 1668de Grossciller, ein in diesen Gegenden sehrbereister Mann, war im Jahre 1668 mit denkanadischen Wilden bis ins Land Outanoas,das längs dem Flusse dieses Namens liegt, ge-kommen, und drang endlich so weit vor, daßer von der Hudsonsbai und ihrer Lage Nach-Geogr. Entd. III. 5