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denn da tritt der Mensch mit seinen Erzeug-nissen hinter eine wilde riesengroße Natur weitzurück« Daher verweilte Humboldt mit sei-nem Begleiter Bonpland hauptsächlich indiesem Erdstriche. Nachdem Je die Länge vonCumana, Caracas und anderer Orte durch dieBeobachtung der Jupiterstrabanten bestimmt,und auf den Gipfeln des Ceripa, und der mitdem Bejarion gekrönten Silla von Avila Pflan-zen gesammelt hatten, reisten sie im Februar1800 nach den reizenden Thälern von Araguaab, wo der große See von Valencia durchseine Umgebung der großartigen tropischenPflanzenwelt entzückt.
Von Portobello aus waren die Küsten desAntillen-Meers ihr Ziel. Bis zum Aequatorwurden die Ebenen von Apura, Calabozo unddie Llanos durchwandert.
Bei einer Hitze von 33 — 37°Neaum. nah-men sie das Land mit Hülfe der Längenuhreu,der Jupiterstrabanten nnd der Mondsweikenauf. Sie fuhren den Rio Apura hinab, dersich in den Oronoco ergießt, segelten dann wie-der auf diesem Könige der Flüsse hinauf, undkamen an den berühmten Wasserfällen von Atu-res und Maipure vorbei, wo die Höhle vonAtareipo die Mumien einer durch den Kriegder Karalben und Maraviten aufgeriebenenNation in sich verschließt. Von der Missionvon Javita drangen sie zu Lande bis an dieQuellen des Gnignia (Rio Negro) vor. In-dianer trugen die Canots durch dichte Gehölzenach dem Cano Pimichin, durch welchen sienach dem Rio Negro kamen, den sie bis an