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Fünftes Bändchen. Von Humboldt bis zu Parry / von Karl Falkenstein
Entstehung
Seite
11
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II

welche die Trefflichkeit desselben entscheidet, son-dern die gleichmäßige sorgfältige Beachtung derNatur und der Kunst, der Sitten und der Lit-teratur des Bodens und seiner Denkmäler,es ist der fast gleiche Gewinn für Erd-, Him-mels- und Naturkunde, für Geschichte und Al-terthum, für Menschrnkenntniß, Technologieund merkanlilische Gesichtspunkte, welcher die-ses Werk zum Muster aufstellt! Anspruchs-loser Wahrheitsgeist, neben seltenem Scharfsinn,Beharrlichkeit im Untersuchen, Nichtigkeit imSehen waltet überall vor. Dazu kömmt dasgroße Talent, von dem Wahrgenommenen an-gemessenen Gebrauch und treffende Anwendungzu machen. Nur der Verein gelehrter Gründ-lichkeit und natürlichen Nechtstnns und Schön-heitgefühls vermochte solch ein Ganzes hervor-zu bringen. Denn die Darstellung hat wiedie Sprache bezaubernde Einfachheit und An-muth.

Im Jahre 1800 veranstaltete die franzö-i8oo.sische Regierung eine Entdeckungsreise in dengroßen Oeean, und wählte zum Anführer derselbenden erfahrnen Capital» Nicolas Bauden,welcher, ein Zögling aus der Schule des Mar-schalls de Castries, schon eine Fahrt nach In-dien glücklich vollendet hatte, bei welcher er fürden Kaiser Franz von Oestreich naturhistorischeSeltenheiten sammeln mußte. Von einer zweitenReise nach den Antillen hatte er eine schätzbareNakuralien-Sammlung für das französische Di-rektorium zurückgebracht. Ihm wurde daherauch ein junger Chinese A-Sam anvertraut,um denselben in sein Vaterland zurückzuführen.