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Umstand entschuldigt zu seyn, daß die beidenHolländer
Trutter und Sommer ville in diesemJahre den Vordergrund in unserm Entdeckungs-gcmälde bilden. Diese waren von dem Statt-halter, wegen entstandener Hungersnoth, beauf-tragt, sich Lebensmittel zu verschaffen. Sie be-suchten daher nicht nur die Koranen, ein flei-ßiges Volk am Orangenflusse, sondern drangenbis Litaku, dem Hauptorte der Duschwanasvor. Hier erregte besonders die Perücke derReisenden mit dem langen Haarzopfe dasStaunen aller Einwohner. Weiter nordwärtsbesuchten sie die Stämme der Barrolus, einerüberaus gastfreundlichen Zunft, von der sie nurflüchtige Notizen hatten.
Diesen beiden Reisen verdanken wir sehrviel für die Aufheiterung des innern Afrika's.
F. A. Michaux, ein rühmlichst bekannter 180l.französischer Naturforscher, dessen Vater schonmehrere Theile der Erde bereiset hatte, undals Märtyrer seines Eifers für die Naturkundeauf Madagaskar gestorben war, bcreiscte im I.
1801 Nordamerika, drang bis westwärts derAlleghany-Gcbirge vor, untersuchte die StaatenOhio, Kcntuky, und Nord-Carolina, und prüftedie Staatskräfte, die Productivität des Bodens,die geselligen und merkantilischen Verhältnisseder Einwohner mit mehr Genauigkeit undScharfsinn, als alle seine Vorgänger, selbst Vol-ney nicht ausgenommen.
Bei dem treffenden lebendigen Colorit sei-ner Darstellung ist nur zu bedauern, daß erdas Gesehene nicht ausführlicher geschildert hat.
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