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Die Genera und Species meiner Cetonidensammlung : I. Teil: Trib. Goliathidae, Gymnetidae, Madagassae, Schizorrhinidae / von Dr. Gustav Schoch
Entstehung
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Die Gattungen und Arten meiner Cetonidensammlung.

Ein wunderlicher Titel das, ziemlich arrogant klingend, wird mancher sagen, was gehenmich denn seine Cetonien an ? Nun, für solche ist es ja auch nicht geschrieben. Aber auch dem En-tomologen, der nicht gerade ganz Specialist ist, mag es befremdend Vorkommen, wenn jemand ver-sucht, die Formen einer beschränkten Privatsammlung als Thema einer systematischen Arbeit zuverwerten; ja, wenn es etwa das Material der Londoner - oder Parisersammlung wäre, so liessesich das eher hören. Leider stehe ich nicht an jener reichbesetzten Krippe, sondern muss mitbescheidenem Privatfutter vorlieb nehmen; so lange aber jene glücklich situirten Gelehrten, dieüber reiches Material verfügen, nichts von ihren Schätzen in die Oeffentlichkeit bringen, aussergelegentliche Beschreibung neuer Arten oder verzettelte Essays zur Systematik kleiner Unter-abteilungen, so müssen sie sich schon die Einmischung minorum gentium gefallen lassen.

Die erste Monographie der Cetoniden, einer der prächtigsten Familien der Käfer, stammtaus dem Jahre 1833 von Gory und Percheron.

Eigentlich wissenschaftlich verarbeitet hat diese Familie erst Burmeister im Jahr 1842,indem er ihr den ganzen dritten Band seines Handbuches der Entomologie widmete, wohl umein Exempel zu statuiren, wie sich dieser Altmeister der Entomologie die Aufgabe für Special-behandlung dachte. Seither ist nichts zusammenhängendes mehr über diese Coleopterenfamilieerschienen, ausser einigen kritischen Arbeiten von Schaum (1844) und besonders von Dr. Kraatzin den letzten 10 Jahren. Dennoch ist die Materialbeschreibung sehr angewachsen, besondersdurch vereinzelte Arbeiten von Wallace, Kraatz, Janson, Thomson, Westwood, Gestro, v. Vollen-lioven, Fairmaire, Kolbe, Mohnike, Harold etc.; denn in die letzten Dezennien fällt ja die Eröff-nung Afrika , des Zentralgebietes der Cetoniden.

Nun weiss ja jeder Sammler, wie schwer es hält, für verschiedene entomologische Speciali-täten ein zusammenfassendes Resume zu erhalten, das dem gegenwärtigen Standpunkt des Wissensauf so limitirten Gebieten entspricht. Ich habe daher in den Mitteilungen der schweizerischenentomologischen Gesellschaft vom Jahr 1894 versucht, eine Uebersicht über die heutige Syste-matik der Cetoniden zu entwerfen. (Yol. IX, Heft 4, pag. 164225.) Das soll bloss eine Orien-tirung ermöglichen, zum Bestimmen kann diese Vorarbeit natürlich nicht dienen. Da nun demSammler nicht kann zugemutet werden, dass er 2030 grossangelegte Zeitschriften, von denendie Mehrzahl nur auf gut fundirten Bibliotheken zu haben sind, zur Verfügung habe, und sichmühsam die oft sehr verschiedenwertigen Arbeiten daraus ausziehe, mit den altern grundlegendenWerken aber heute kaum mehr auszukommen ist, so versuche ich hier, dem Sammler ein Mittelzu bieten, seine Schätze selber annähernd bestimmen zu können; denn bisher war er, für dieFamilie der Cetoniden wenigstens, durchaus auf die Gefälligkeit weniger Autoritäten angewiesen,denen er sein Material zur Determination zuweisen musste, wenn er nicht zufällig mit grossenwissenschaftlichen Centren in Verbindung stand.

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