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Die Genera und Species meiner Cetonidensammlung : I. Teil: Trib. Goliathidae, Gymnetidae, Madagassae, Schizorrhinidae / von Dr. Gustav Schoch
Entstehung
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II

Wenn ich bei der Beschreibung und Analyse der Gattungen und Arten der Cetoniden-familie nur jene Formen berücksichtige, die mir direkt vorliegen, diejenigen, die ich aus blossenBeschreibungen kenne, aber unterdrücke, so liegt der Grund hievon eben in der Unmöglichkeit,nach blossen Beschreibungen sich ein Yollbild des Insektes machen zu können; und nebenbei liessich mich von folgender Erwägung und Erfahrung leiten:

Wer irgend eine Gruppe von Naturkörpern sammelt, um sie genauer studiren zu können,wird bei einiger Findigkeit bald die häufigeren und verbreiteteren Formen zusammenbringen;will er mehr, so braucht es schon recht ausgedehnte Connexionen und oft ganz ansehnliche Geld-opfer. Dann kommt er aber bald an eine gewisse Grenze, die nur schwer zu überschreiten ist,seine Sammlung sistirt; nur ab und zu kommt ihm durch einen glücklichen Zufall oder durchAlfektionspreise, die ganz ausser allen rationellen Verhältnissen stehen, eine neue Art zu. Wennich also das Material, das ich mit vielen Connexionen und noch mehr Geld in längerer Zeitzusammengebracht habe, hier wissenschaftlich verarbeite, oder doch wenigstens praktisch ver-wertbare Bestimmungstabellen dafür aufstelle, so darf ich hoffen, den meisten Sammlern aufdiesem Gebiete etwas brauchbares liefern zu können, indem die wenigsten wesentlich andereArten sich verschaffen konnten, als ich. Da hier das praktische Interesse der Determinationvorherrscht, so sind natürlich nicht immer die strengwissenschaftlichen Kriterien bei den Ana-lysen in den Vordergrund gestellt, sondern äussere, in die Augen fallende Unterschiede herbei-gezogen. Für die allgemeine Orientiruug verweise ich auf meine oben citirte Arbeit in derschw. entom. Zeitschrift 1894:Ueber die Systematik der Cetoniden und rekapitulire daraus zuDeterminationszwecken etwa folgende Uebersicht der Tribus der Familie der Cetoniden. Die Sub-tribus und Sektionen sind jeweilen unter diesen Hauptabteilungen angegeben.

1. Ausschliessliche Bewohner von Madagaskar , die eine separate Gruppe bilden. Mculagascarienses.

Bewohnen andere Länder.

2. Kleinere Cetoniden warmer Zonen, deren Kopfschild vorn nach unten winkelig umgebogen ist.Ihr erstes Fühlerglied meist lappenförmig erweitert, schützt nebst dem umgeschlagenen Clypeus-rand die Mundteile ganz, da die meisten unterirdisch grabende Lebensweise haben. *

Cremastoc.Jiiliäae.

Clypeusvorderrand gerade auslaufend oder aufgebogen.

3. Bewohner warmer Länder mit lappenförmiger Erweiterung des Halsschildes nach hinten, sodass

das Schildchen davon ganz oder doch teilweise bedeckt wird. Gymmtidae.

Hinterrand des Halsschildes nicht lappenförmig über das Schildchen gezogen.

4. Bewohner Australiens und seiner Inseln. Schizorrhinidae.

Bewohner anderer Länder.

5. Kurzbeinige und hartschalige, meist flache Cetoniden der warmen Länder, deren Unterlippe sehr

breit und lang ist, sodass sie vorn an den Kopfschildrand anstösst und nur eine schmale Spaltefür die bedeckten Mundteile freilässt. Vor ihren Vorderhüften ragt ein zapfenförmiger Fortsatzsenkrecht nach unten. Diplognathidae.

Unterlippe von unten die Mundwerkzeuge nicht vollständig deckend, ohne Zapfen am Hals.

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