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Fortschritten der Industrie gleichen Schritt halten, und ihnenstets voranging, durchläuft, wie jede andere Vervollkommnung,ihre verschiedenen Stufen. So geschah es, daß in Nachahmungdes ehemaligen großartigen Straßenbaues in den neuern Z-itendie niederländischen Heerstraßen, die sich durch ihre Breite aus-zeichnen, die ersten waren, welche man Chausseen nannte. Die-sen folgten hierauf die Chausseen in Frankreich, England, Spa-nien, und seit 1753 zuerst in Deutschland. Unstreitig habenEngland, Frankreich, Österreich, Baiern, Spanien die weit-läufigsten und schönsten Kunststraßen. Gewöhnlich sind sie in derMitte etwas erhoben, auf beiden Seiten mit gehöriger Abda-chung und Böschung nebst Gräben versehen, gepflastert oderungepflastert; 28 bis 36 Fuß breit, aus Erde oder aus Steinenund Erde erbaut. Vorzüglich wandte man auf ihre Dauerhaftig-keit, Festigkeit, gerade Richtung, und gleichförmige Ebenheitalle Aufmerksamkeit; man hat also die Grundlage solcherKunst- oder Dammstraßen, Chausseen, aus großen Bruchsteinenund an den Seiten zum Zusammenhalten mit Strebemauerudauerhaft aufgeführt, die Fugen zwischen den Grundsteinenmit etwas kleinern Steinen und grobem Kies ausgefüllt und fest-gestampft, worauf sie dammförmig und richtig abgeböscht, ent-weder mit bloßem grobem Kies, odermit groben Kies und festenzerschlagenen Steinen zugleich überschüttet und festgestampft,diese Oberfläche aber zuletzt mit einem festen Steinschutt vonzerschlagenen harten Steinen überfährt, und an den Seitenmit Wegen für die Fußgänger und mit Gräben versehen wur-den. In England, wo die besten Kunststraßen angetroffen wer-den, vollführt man ihren Bau mit Steinschutt. Steine wer-den nämlich zerschlagen und auf den vor dem Eindringen desWassers gesicherten Erdgrund dann einige Zoll hoch aufgeschüt-tet, die Lücken aber nach und nach stets mit solchem Schuttausgefüllt, bis das Ganze ein fester, gewölbter Damm wird.Eine Methode, die auch in Deutschland, Frankreich und Ruß-land versucht ward. In Österreich ward vorzüglich unter MariaTheresia der Straßen- und Chauffeenbau begünstigt undgefördert. Kaiser Joseph legte in Tyrol und Ungarn gere-gelte Heerstraßen an. Die sogenannte Königsstraße durch Böh-
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