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Jahrbuch der Reisen und neuesten Statistik / in Verbindung mit einigen Gelehrten herausgegeben von Karl Friedrich Vollrath Hoffmann
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119
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steht er doch täglich selbst einige Mal, und erkundigt sich noch ihrembefinden, und ihrer Behandlung; seine Kinder aber übergiebt er,ohne fernere Sorge, solchen Leuten, von denen man weder fordern»och erwarten kann, daß sie ihre Pflichten erfüllen. Die Kinderwachs«,,, weil es für die Aeltern zu langweilig wäre, sich mit ihnenabzugeben, unter Sklaven oder Dienern auf, gewöhnen sich an dieSitten und Unarten derselbe», und sind oft Zeugen von Gesprächenund Handlungen, durch welche ihre Herzen, für die ganze Zukunft,vergiftet werden. Schreiben und Lesen, Tanzen und Reiten sind fastdie einzigen Unterrichtsgegenstände, für die Knaben. Obgleich sie ge-wöhnlich das Holländische sehr fehlerhaft schreiben und sprechen, fin-den sie doch, durch einige Protektion, auf den Bureaux der Regie-rungen einträgliche Anstellungen, und verdrängen, so unbeholfen sieauch übrigens sind, dennoch manchen geschickten Europäer. IhrHauptgeschäft besteht im Abschreiben von Briefen, was sie oft thun,ohne ein einziges Wort davon zu verstehen. Die Erziehung derKreolinnen, oder weiblichen Liplappen, ist nicht besser, denn wennauch Eine ein Paar Jahre in einem Institute bleibt, macht dies nureine Ausnahme. Trägheit, Stolz, Rachsucht und Wollust sind dieHauptzüge ihres Karaktcrs. Eines oder mehre dieser Laster trifftMan immer sicher bei denselben an.

Auch in Hinsicht körperlicher Reize stehen sie den Europäerinnen»ach, wenn gleich einzelne Ausnahmen vorkommen.

Die portugalischen Kreolen, die sich, seit der Ansiedelung ihrerStammväter, auf der Insel fortpflanzte», sind viel schwärzer, als dieJavaer selbst, und haben im Acußern wenig Empfehlendes. Diemeisten sind träge und ungebildet, und überaus hochmüthig. Ihrersind nicht viele, und ihre Geschäfte unbedeutend.

Chinesen sind sehr viele auf Java. Ihre Hauptniederlassun-gen sind in und um Batavia. Sie nehmen verschiedene Monopoleder Regierung in Pacht, z. B. Fischereien, Opium, Areenzucker,Wapnng (chinesische Komödien), die Spieltische u. s. w., treibenKünste und Handwerke, haben Gemüsegärten, bebaue» Zuckerfelder,und besassen sich mit fast allen andern Industriezweigen. Viel« vonihnen besihen große Landgüter, welche Tecko genannt werden.