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Die Insel Tristan d'Acnnha.
beiden Begleiter, mit ihrer Jagd höchlich zufrieden, trugen nun ihreschwere Beute an den Rand des Bergs; dort wurden die Thiereausgewaidet, mit Farrenkrant ausgestopft, und dann über die Felsenhinabgelassen. Obgleich sie hin und wieder auf Vorsprangen von Felsenund Gebüschen aufprallten, und augenblicklich hangen blieben, erreich-ten sie doch glücklich den Boden. Auf demHeimwege erzählten die Män-ner, daß das letzte Mal, als sie den Berg bestiegen, Einer von derGesellschaft zu nah« an den Abgrnnd gekommen, und mehr« hundertFuß tief hinabgefallen sei. Am nächsten Tage fand man ihn jämmerlichzerschellt. Man begrub ihn in dem Garten neben der Niederlassung,und setzte auf das Grab eine Tafel mit Angabe seines Namens undAlters, so wie der Ursache seines Todes, und der frommen Bemer-kung für den Leser, daß sich die Sache am Sonntag zugetragen— zur abschreckenden Warnung für alle Sabbatsschänder!
Es war jetzt um die Mitte des Winters, wo das Wetter einenhöchst unbeständigen Karakter hat, und es in einem Augenblicks stürmtund windet, im andern wieder auf kalten Regen milder Sonnenscheinfolgt. In diesen Tagen — zu Anfang des Juni — sah der Malerzum ersten Mal einen See-Elefanten. In dieser Jahreszeit lagernsich diese Thiere an der Küste herum, und wenn man sie nicht stört,schreckt sie der Anblick eines Menschen nicht hinweg. Der Malerwollte einige porträtiern; er nahm daher Zeichenbuch und Pinsel,setzte sich nahe zu einem von ihnen hin, und begann seine Arbeit,mit der Gewißheit, daß ei> geduldige Sißer vor sich habe, bei denener sich nicht zu übereilen'brauche. Er hatte nur die Mühe, kleineKiesel nach ihnen zu werfen, damit sie die Augen öffneten, und nichteinschliefen. Die Fliegen müssen diese schwerfälligen Ungethümegrausam quälen; Augen und Nasenlöcher waren voll davon. Er-brachte eine gute Skizze von einer Gruppe zu Staude. Sie schie-nen ihn zuweilen mit einigem Erstaunen anzustarren, indem sie ihreungeheuren Köpfe in die Höhe streckten, und um sich blickten. Dasie jedoch Alles still fanden (wahrscheinlich hielten sie ihn für einenbloßen Felsen), so legten sie sich wiederum nieder zum Schlaf. Siesind äußerst ungestaltete Thiere; man könnte sie mit einer gigan-tischen Made vergleichen; auch ihre Bewegung erinnert daran,.Ihr Gesicht hat einige rohe Zug« von Aehnlichkeit mit der Fisiogno-mie des Menschen; das Auge ist grpß, schwarz und ausdrucksvoll.