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Die Insel Tristan d'Arunha.
Abgesehen von zwei sehr kleinen Lappen oder Pfoten an der Schul-ter, laust der ganze Körper in einen Fischschwanz aus. Ihr Pelzist von einer delikaten Mausfarbe, und sehr fein, aber zu ölig, umirgend Etwas daraus zu bereiten, als Mokassins für die Insulaner.Der männliche See-Elefant ist von ungeheurer Größe, und würd«ohne Zweifel so schwer wiegen, als sein Namensbruder auf dem fe-sten Lande; darin besteht aber auch die ganze Aehnlichkeit. Eine merk-würdige Erscheinung ist es, daß sie so lange auf der Küste existircnkönnen; denn von dem ersten Augenblicke ihrer Landung an, gehe» sienicht mehr in die See, und ohne Futter zu sich zu nehmen, blei-ben sie alsdann monatelang auf einem stürmischen Strande liege».Ihr Fett zehrt sich indeß allmählig ab, und da ihr Werth für denJäger darin besteht, so beginnt gleich bei ihrer Ankunft der Angriff.Sie haben viele Feinde, selbst im Wasser; eine Art Nordkapcr, Tod-ter (Killer) genannt, richtet'unter ihnen furchtbare Verwüstungenan; ihr Hauptfcind aber ist der Mensch; er verfolgt sie nach allenGegenden der Welt, und da er die Zeit kennt, wann sie sich begat-ten, was immer auf dem Land geschieht, so ist er gleich mit der tät-lichen Waffe da. Die Thiere selbst sind kaum eines Widerstandesfähig; allein zum Aufenthaltsorte wählen sie sich immer die gefähr-lichsten Küsten, und so gehen manche Bote und Mannschaften beidiesem Krieg« zu Grund«. Nachher lernte der Maler Beschaffenheitund Karakter dieser Thiere auch auf der Jagd noch näher kennen.Wie erwähnt worden, bedienen sich die Ansiedler der Haut des See-Elefanten zu Verfertigung von Mokassins oder indianischen Stieseln.Man brauchte Leder, eine Expedition wurde verabredet, und dasBoot in See gelassen. Nachdem sie einige Meilen weit gerudert,kamen sie an den Ort, wo diese Geschöpfe sich aufzuhalten pflegten;sie landeten durch eine sehr hohe Brandung, zogen das Boot an'sUfer, und schritten sofort an's Werk, indem sie sich ein ungeheuresThier auserkoren, kühn darauf losrückten, und ihm zu wiederholtenMalen ihre Lanzen in die Seite stießen. Das Ungethüm stieß wü-thend um sich, gegen die See sich wälzend; aber da es weich undfett war, die Lanzen aber lang und scharf, so durchbohrten sie ihmdas Herz; das Blut floß in Strömen, und übergoß die Männer.Schon hatte es den Rand der Brandung erreicht, um seinen mitleid-losen Feinden zu entwischen, als es entseelt niedersank. Das Thier