IX
Volkscharakter sich verweben und nationell werdenmußte, und jetzt jeder Preuße eine Pflicht und Ehredarin sucht, sich mit den Waffen vertraut zu machen,um seinen geliebsen König, das Vaterland und dieFreiheit beschirmen und schützen zu können. Bei die-sen angedeuteten Verhältnissen wird es einleuchten,daß die Interessen des Bürgers und Soldaten sichnicht allein berühren, sondern auch häufig in einandergreifen müssen, so daß die an und für sich einfachenGrundprinzipien des Militairsystcms dennoch bei ihrerAnwendung auf Schwierigkeiten stießen, welche in ver-schiedenen Zeiträumen Bestimmungen hervorriefen, wo-durch der Totalüberblick für denjenigen, der nicht im-mer damit beschäftigt ist, sehr erschwert wird, indemgerade das Verlangte nicht immer gleich aufzufindenist. Wenn der Verfasser daher die Bearbeitung desnachstehenden Werkes sowohl aus amtlichem als per-sönlichem Interesse unternahm, so geschah es sowohl,um dem allgemeinen Interesse als dein Wunsche Ein-zelner zu entsprechen, die sich ein allgemeines Bild un-serer Heeres - Organisation zu verschaffen wünschten,wobei besonders der Gesichtspunkt festgehalten wurde,dasjenige zu geben, was dem Militair im Verkehrmit dem Civil, oder umgekehrt, besonders wünschens-wert!) erscheinen mußte. Daher wurde auch nur dashinzugefügt, was zur Deutlichkeit und für den Zu-sammenhang nothwendig erschien, oder durch das be-sondere Interesse genugsam entschuldigt wird.
Die Emtheilung des nachstehenden Werkes indrei Theile und diese wiederum in Abschnitte rechtfer-tigen sich durch den Stoff. Der erste Theil bearbeitetdas Material zum Heer, der zweite organisirt diesesund der dritte behandelt die militairischen Verwal-