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Eine Verpflichtung aber,' die auf jedem Staats-bürger gleich lastet, mußte natürlich auch auf alle Ver-hältnisse derselben einwirken und sich bis in die klein-sten Verzweigungen erstrecken, weshalb es nöthigwurde, in Bezug auf die verschiedenen VerwaltungenModifikationen eintreten zu lassen, damit die Harmo-nie des Ganzen nicht gestört wurde. Bei oberfläch-licher Beurtheilung möchte es dennoch scheinen, alswenn Künste, Wissenschaften, Handel und Industriebeeinträchtigt würden, aber gerade unser Vaterlandzeigt des Gegentheil, denn unter dem Schutze derWaffen entwickelten sich alle diese Zweige erfolgreicherund glänzender, als in vielen, selbst den größer» Staa-ten, so daß ein allgemeiner ungünstiger Einfluß wohlschwerlich nachgewiesen werden kann. Mag der Grundhiervon auch in mancherlei andern Ursachen gefundenwerden, so trägt doch auch gewiß nicht wenig dasdurchaus geregelte System dazu bei, wonach ein Jederim Voraus schon sein künftiges Lebensverhältniß ord-nen kann, sowie die auf allen Ständen gleich lastendeVerpflichtung, welche jedoch mit weiser Beurtheilungauf Künste, Wissenschaften, Gewerbe und selbst bür-gerliches Familienglück Rücksicht nimmt.
Die wirkliche Dienstzeit im Heere, auf 2 — 3Jahre beschränkt, fällt außerdem in eine Lebensperiode,wo meist die Studien beendet oder doch noch kein fe-ster Lebcnsplan begründet ist, und auch die späternperiodischen Waffcnübungen und Controlen der Land-wehr sind in Bezug auf Dauer und Jahreszeit so an-geordnet, daß der sonstige Lebensberuf eben keine we-sentliche Hemmung erleidet. Durch diese Berücksichti-gung aller Verhältnisse wird es erklärlich, daß nacheinem 28jährigen Bestehen jene Einrichtung mit dem