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Das Heerwesen des Preussischen Staats : enthaltend die Grundsätze der allgemeinen Militairverpflichtung, die Armee-Organisation und diejenigen militairischen Verwaltungszweige und Verhältnisse, bei denen besonders das Civil mit dem Militair concurrirt / ein Handbuch, zusammengestellt von Ferdinand von Seelhorst
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tl. Abschnitt.

Die Land wehr - Organisation.

1. Kapitel.

tz. I. Das Landwebr-Jnstitut, bastrt aus die allge-meine Verpflichtung der preußischen Staatsbürger zumMilitair-bienst, ist eine der vielen großartigen Einrichtungen, deren Her-porrufnng der Staat Sr. Majestät dem Hochseligen KönigeFriedrich Wilhelm ///. verdankt, und welche vielleicht, in Be?ziehung der Ausdehnung allgemeiner Waffenfählgkeit, nur beiden Völkern des Alterthums, den Griechen und Römern wie-der gefunden wird; deshalb möge auch ein Jeder, gleich Jenen,in der Zeit der Gefahr stets bereit fein, mit Muth und Stolzdie Waffen zu ergreifen, um für den geliebten Herrscher, fürdie Ehre, für die Freiheit und für das Vaterland zu kämpfen,und jede Anmaßung kühn zurückzuweisen. Wer aber mit Glückund Erfolg kämpfen will, muß nicht allein waffengeübt sein,sondern auch Strapazen und Entbehrungen zu ertragen verste-hen, die militairische Disciplin kennen, und sich so mit seinenPflichten vertraut machen, daß daraus jenes edle Selbstgefühlentsteht, woraus sich der Keim zu den höheren geistigen mili-tairischen Eigenschaften bildet, welche so merklich und entschei-dend im Kampfe und in der Gefahr hervortreten. Das stehendeHeer ist die Schule, wo diese Eigenschaften hervorgerufen, ge-bildet und gekräftigt werden sollen, während die Landwehr durchUebung das Erlernte zu erhalten und zu vervollkommnen be-stimmt ist.

Afimerk. Da der denkwürdige Aufruf: „An mein Volk!" vo»,Jahre 1813, die Reihen der Preußischen Krieger so schnell füllte,»Nd der Aufruf: ,,An die Landwehr!" vom 17. März, dieReorganisation der Armee ihrem Ziele zuführte, und dadurchdie Landwehren bildete, so dürften beide hier einen würdigenPlatz finden.

An mein Volk:

Ho wenig für mein Volk, als für Deutsche, bedarf es einerRechenschaft über die Ursache» des Krieges, der jetzt beginnt.Klar liegen sie dem unverblendeten Europa vor Augen. Wirerlagen unter der llebermacht Frankreichs. Der Friede, der dieHälfte meiner Unterthanen mir entriß, gab uns seine Seg-nungen nicht; denn er schlug uns tiefere Wunden, als selbst der