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Soldaten zu stellen vermag. - Zm Fall, daß eine Mobil-machung befohlen wird, ist alles so vorbereitet, daß in wenigenTagen die Landwehr- und Linien - Regimenter complcttirt sind,und verhältnißmäßig eben so schnell die zur Mobilmachung nö-thigen Pferde gestellt werden.
Anmerk. 1. Der Friedensetat der Truppen kann und wird nachBedürfniß und eintretenden Verhältnissen verändert, hält jedochim Allgemeinen die aufgeführten Zahlen fest. Waffen, Armaturund Bekleidung liegen für die doppelte und fast dreifache Stärkestets in Bereitschaft, und durch einen innern, gut angeordnetenund geleiteten, Mechanismus ist alles so trefflich vorbereitet,daß die Preußische'Monarchie in einer fast unglaublich erschei-nenden kurzen Frist ein Heer von einer halben Million gut be-waffneter, bekleideter, disciplinirter und militairisch vollkommenausgebildeter Soldaten zu stellen vermag, ohne außerordentlicheAnstrengungen und Geldausgaben dadurch sogleich herbei zu füh-ren, und dieses Heer kann selbst noch um die Hälfte vermehrtwerden, ohne dacurch die äußerste Anstrengung zu erreichen.
Anmerk. 2. Bei der häufigen Erwähnung, daß Preußen gegenfrüher einen zu großen Theil seiner Staatseinkünfte auf dasMilitair verwendet, mag folgende Uebersicht zur Belehrung die-ser Ansicht hier einen Platz finden.
Es b et ru g en
in den
Jahren
die Staats-
die Stärke
die Kosten des
von
einkünfte
des Heeres
Heeres
1640 -
-1688
1 , 533,795
28,200
1 , 000,000
1688 -
-1713
1 , 673,795
36,600
1 , 427,694
1713
-1740
. 7 , 400,000
76,000
5 , 804,728
1710 -
-1786
21 , 000,000
200,000
13 , 000,000
1786 -
-1797
30 , 000,000
235,000
17 , 000,000
1797 -
-1807
36 , 000,000
250,000
20 , 000,000
1807 -
-1813
15 , 000,000
42,000
8 , 000,000
1813 -
-1825
50 , 000,000
122,000
23 , 000,000
1841
55 , 867,000
140,000
23 , 721,000
Die Uebungen der beurlaubten Landwehr, 69.600 Mann rc., sindbei den Kosten des Heeres natürlich mit berechnet, ohne dieseZahl in das stehende Heer einzurechnen. Hieraus geht hervor,daß die Kosten des Heeres früher die Staatseinkünfte stets überdie Hälfte, und oft über ß der Einnahme in Anspruch nahmen,während letzt nichl einmal die Hälfte bei einem verhältnißmäßigweit stärkerem Heere, erreicht wird.
(Die Aahlenverhältniffe find aus Rumps's »Preußens bewaff-nete Macht" und der Staalszeitung entnommen).
Anmerk. 3. Alle Militairverhältnisse, die hier nicht genügend be-handelt wurden, so wie alle Verwaltungszweige sind ausführlichim dritten Theile bearbeitet.