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Grundlinien der teutschen Forstgeschichte und der Geschichte der Jagd, des Vogelfangs, der wilden Fischerei und der Waldbienenzucht / von Dr. Friedrich Ludwig Walther
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Forsigesch i chte.

der Geschichte der Holzarten selbst den Anfang nia-chen kann, sondern höher hinauf gehen muß, um dasGanze desto besser zu übersehen. Die kleine Mühe,welche dieses verursacht, wird durch den großen Blickin die Natur, den uns jener erhabene Standpunkteröffnet, reichlich belohnt.

Die Forstgeschichte hat wie jede Geschichte ihreEpochen und diese sind folgende.

Die erste giebt die Einführung des Landeigen-thmuS an: Denn diese brach der Einführungdes Waldeigcnthums die Bahn. Dann folgte:die Sammlung der Gesetze der teutschen Völker,Entstehung der Baunsorste, Anstellung besondrerWaldhüter, Mark - und Gemeinwälder, Ein-führung der Forst > oder Maigcrichte (zu An-fang des XIV. 8aso.) Entstehung deö Forst-Regales, Forst- und Zagd - Ordnungen, dieErfindung der Buchdrucker - Kunst, Bildungder Forsteollegicn. In der Mitte des vorigen8s6c. kam das Forstwesen in die Hände derGelehrten, welches von wichtigen Einfluß aufdie Praxis wurde. Mit Gleditsch geht eineneue Epoche an.

§ 2 »

Unser Planet enthält in seinem Innern die über-zeugendsten Beweise einer mehrmahls kataströphirtenVorwelt. Wichtige Revolutionen, vielleicht Jahr-hunderte hindurch giengen voran , ehe unsre Erde fürorganistrke Geschöpfe bewohnbar wurde Die primi-tiven Gebirge von Urgranit ragten vermuthlich anr

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