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Jagdgeschichte.
Wölfe waren mehrentheils Jedem zu sahen und zu Aschießen erlaubt. Von Jezt an kommen auch die Z>Hasen wieder unter dem Wild vor. So war nun st,
Jeder, der nicht die Jagd besaß, von dem Recht aus- re
geschloffen, Wild zu sahen, das er auf seinen Grund hlund Boden antraf, wenn er nicht besondre Erlaub- fei
niß dazu erhielt. Auch kam die Koppeljagd auf.Wilddiebs wurden nach Gutdünken gewöhnlich umGeld gestraft. Zu der hohen Jagd gehörten Hirsche 'und Rehe, zu der Venatio Hasen, Füchse, Biber»Wegen der wilden Schweine wankte das Recht,man wüste noch nicht, ob man ihnen Frieden aus-wirken, oder sie frei lassen sollte. Die übrigen Thie- 5,re, Wölfe, Bären, Marder betrachtete man als hschädlich und gab sie Jedem Preis. Die Jagd ge- hschah durch Heßen, welches man für die edelste Art dzu Jagen hielt, ferner durch Fangen, welches sich naber nur für gemeine Leute und Jäger schickte, stDas Erlegen des Wildes geschah mit Pfeilen und t>Spiesen. Füchse wurden ausgegraben. Man be- Qdiente sich auch der Schlingen, Schleudern und 0Netze und zu Gehülfen der Jagd hielt man Hunde, 9Leoparden, Luchse und Frettchen. Die Jagdfolge vwar jezt schon mehr Vergünstigung als Recht, und j>man findet sie oft ganz untersagt. In dicjer Perio- tide fiengen die großen Jagden an, die oft mehrere jTage dauerten, und mit ihnen kamen die Heerbergs- tLienste der Unterthanen (Jägeratz, Jägerzehrung,
Atzungs-