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Grundlinien der teutschen Forstgeschichte und der Geschichte der Jagd, des Vogelfangs, der wilden Fischerei und der Waldbienenzucht / von Dr. Friedrich Ludwig Walther
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162
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IÖ2

Jagdgeschichte.

§* 45 *

Auch in der Mark Brandenburg war die Bie-nenzucht im XVI Saec. sehr ansehnlich. Die Zeid-ler musten dem Churfürsten jährlich einen gewissenZins an Honig entrichten. Sie handelten mit ih-ren Bienen und Benten wie mit andern Erbgü-tern. Frevler wurden in eine stark geheizte Stubehinter den Ofen gesetzt, und musten Durst leiden.Auch in der Gegend von Dobrilugli in der Nie-derlausitz finden fich schon im XV Saec. Spurenvon einer Zeidlergesellschast.

§. 46.

Die Gewohnheit Bienen in die Wälder gegenErlegung eines gewissen Zinses in die Waide zutragen verbreitete fich immer mehr. Einzelne Re-gierungen ließen nun die Zeidlergeftllfthaften einge-hen, weil diese Art von Bienenzucht ihnen gegen dieRegeln einer guten Forstwirthschaft zu streiten schien,welches sie auch unlangbar thun kann.