Erbfolgekrieg genugsam an. In den Feldzügen Luxem-burgs zeigt er auch nächst sehr feinen Vergleichen zwi-schen der damaligen und der spätern Taktik wie vomJahr 1692 an die Lagerung der Armeen sich mehr demTerrain anzupassen bemüht ist und auf eine lichtvolleWeise hebt er in den Bemerkungen über den spani-schen Erbfolgekrieg die strategische Bedeutung der Nord-gränze Frankreichs hervor, so wie sie sie immer gehabthat und nothwendig haben muß.
Mit sprechenden Zügen führt uns ferner Clause-witz die glänzende Gestalt Sobiesky's vor Augen, ei-nes Feldherrn den die Kriegsgeschichte nur zu wenigkennt. Zeigt er auch auf eine schlagende Weise denUnterschied zwischen einem Kampfe gegen asiatische,indisciplinirte oder europäische disciplinirte Völker, soreicht er ihm doch nicht minder gern die Siegerkrone,indem ex den eigenthümlichen Standpunkt und die un-gemeine Minderzahl seiner eigenen Armee wohl berück-sichtigend, gar treffend von ihm sagt:
„Der König von Polen ist einem geharnischten„Ritter zu vergleichen, der mit einem Ungeheuer zu„kämpfen hat, dessen Masse ihn augenblicklich erdrük-„ken würde, wenn sein trefflicher Harnisch ihn nicht„schützte, und der dieser Masse des Ungeheuers nicht„anders Herr werden kann, als wenn er sich zu sei-„nen Streichen ihre edelsten Theile aussucht"
In diesem eigenthümlichen Vergleich scheint unsdie ganze Größe und Tiefe seiner Strategie ent-halten.
Noch lichtvoller wird diese Erscheinung wenn wirhierauf den kurzen Abriß der Feldzüge des Feldmar- -schalls Münich gegen die Türken vom Jahre 1736 bis