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fangene Ansicht des schwedischen Senats und der ReichS-versammlung, da man von Versammlungen dergleichen garnicht gewohnt ist. Dies deutet auf lichtvolle Köpfe unterden einzelnen Gliedern und auf einen Geist des Ganzenhin, worin sich reiner Patriotismus und edler National-stolz aussprechen, und wodurch diese Versammlung nochder späten Nachwelt ehrwürdig wird.
Zweitens veranlaßt die obige Gegeneinanderstcllungder Gründe für und wider die Offensive die Bemerkung,daß selten ein militairisches Raisonnement so fest in seinenGrundpfeilern ruht, daß es nicht verrückt und an seineStelle ein anderes Resultat gesetzt werdm könnte. Sosiegreich auch die Gründe für die Offensive scheinen, somöchte es doch in der That nicht schwer sein aus ihnenauf eine ähnliche Art wieder Gründe für die Defensivezu dcmonstriren. Doch einige stehen ganz unumstößlichfest/ vornehmlich der letzte: daß Schweden, wenn es seineAlliirten im Stich ließe, alle Achtung in Europa verlie-ren würde. Wir sind daher geneigt diesen Grund für ei-nen der gewichtigsten zu halten.
Drittens halten wir uns überzeugt, daß die obenangeführten Gründe für die Offensive das Wenigste zuGustav Adolphs Entschluß beigetragen haben; sondern daßdas Bewußtsein seiner Größe, seiner militairischen Talente,das Bedürfniß nach großen Thaten, endlich der Ehrgeiz,kurz alles das was in der politischen Welt den großenMann ausmacht, ihn längst bestimmt hatten.
Wenn es uns erlaubt ist aus diesen Bemerkungenein unserm Gegenstände vielleicht fremd scheinendes Re-sultat zu ziehen, so ist es dieses: man muß sich bei einemmilitairischen Raisonnement sehr vor Einseitigkeit hütenund allen seinen Verstand aufbieten sich selbst zu wider-