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leben eingeschlossen und zur Kapitulation genöthigt. Erfür seine Person und Bagage erhielt freien Abzug, dieganze Garnison aber mußte sich gefangen ergeben und er-hielt die Erlaubniß schwedische Dienste zu nehmen/ welches1700 Mann thaten *). Banner bemächtigte sich hieraufdes Städtchens Kalbe und schloß dann Magdeburg ein/woraus Venningshausen mit seiner Kavallerie sich zurück-zog weil er sie nicht darin ernähren konnte.
Kaum hatte sich Tilly dem König von Schweden ge-nähert als dieser seine Thätigkeit gegen ihn sehr glücklicherneuerte. Vor Ende des Oktobers war Tilly von Mil-tenbcrg bis Bischofsheim an der Tauber vorgerückt in derAbsicht Wertheim anzugreifen. Gustav Adolph hatte dieseAbsicht erfahren und in einem nahe bei der Stadt gelege-nen Holze ein so starkes Versteck gelegt daß, als die Ösi-rcicher sich mit dem Einschließungscorps unvorsichtig nah-tcn und der Kommandant sie in der Front angriff, wäh-rend das Versteck im Rücken hervorbrach, sie geschlagenwurden und 2000 Mann verloren. Unmittelbar daraufüberfiel Gustav Adolph vier Regimenter in zwei Dörfern,zerstreute sie und tödtcte eine Menge Menschen. Der Kö-nig ging hierauf nach Würzburg zurück. Tilly brach nunwieder auf und erreichte am 28. Oktober früh Rothen-burg an der Tauber. Er befahl dem GencralkommissarOssa der ihm 1-1,000 Mann Verstärkung aus den Plätzenim Elsaß, der Pfalz und dem Würtcmbergschen zugeführthatte, Rothenburg zu belagern. Die 300 Mann starkeBesatzung vertheidigte sich indeß nur bis zum Abend; den
') Nach Griiiioard. IH. Th. Geschichte Gustav Adolphs. Nach Arten-holz'schcn Handschriften erhielt die ganze Besatzung freien Abzug unterder Bedingung: in sechs Monaten nicht gegen die Schireden zu dienen.