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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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30. Oktober ging Tilly nach Winzhcim und machte sichnachher zum Meister von Ochsenfurth. Diese Unterneh-mungen bezweckten eine Frontveränderung um mit demRücken nach Baiern in Verbindung mit den Bischöfenvon Bambcrg und Eichstädt zu komme«/ die hierauf allebis jetzt mit Gustav Adolph fortgesetzten Unterhandlungenabbrachen. Ungeachtet dieser deckenden Stellung Tillysversammelte der Kurfürst von Baiern eine 12,000 Mannstarke Armee auf dem rechten Donauufer, die besonderszur Vertheidigung seiner Staaten bestimmt war. Auchbefahl er allen Städten seines Landes sich auf sechs Mo-nate mit Lebensrnitteln zu versehen, und um seine Armeebis auf 20,000 Mann zu bringen ließ er den zehnter:Mann zum Soldaten aushebern Allein nicht sowohl TillysStellungen und diese furchtbaren Maßregeln des festenMaximilians als viele andere Gründe veranlaßten GustavAdolph sich plötzlich rechts gegen den Rhein zu wenden,wo Mainz und andere wichtige Städte nur schlecht ver-sehen waren. Durch ihren Besitz deckte Gustav Adolphdie rechte Flanke seines Kricgslhcatcrs, hielt dadurch diekatholischen Fürsten am Rhein im Zaum, konnte den Spa-niern wenn sie sich seinem Kricgötheatcr näherten bessernWiderstand leisten und sicherte sich die Verbindung mitFrankreich. Überdies waren diese Gegenden die reichstenDeutschlands und also sehr viel mehr geeignet GustavAdolphs Unternehmungen zu erleichtern als Baiern undOstreich, wohin damals die Reichthümer des Handels nochwenig Ausfluß hatten. Erst da Gustav Adolph seineFeinde aus freien Stücken die Vertheidigung wählensah, während seine Armee sich täglich durch die MengeGefangener rckrutirte die bei ihr Dienste nahmen, durfteer sich Überlegenheit an physischer und moralischer Kraft