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der Rheingau war durch spanische Truppen und durch be-waffnete Mainzer Landleute vertheidigt die sich zwar vor-der schwedischen Übermacht auf das linke Rhcinufcr zu-rückzogen, dort aber eine Macht von 10,000 Mann bil-deten die den Übergang um so mehr verhindern konnten,da derselbe auf wenigen Kähnen hätte geschehen müssen.Der König von Schweden wollte sich daher plötzlich indie Gegend oberhalb Mainz wenden um hier den Über-gang zu versuchen, als er bei seiner Ankunft am Maindie Nachricht erhielt daß Tilly Nürnberg am 19. Novem-ber eingeschlossen habe und mit einer Belagerung bedrohe.Die Besatzung war 3500 Mann stark; sie wurde durch5000 Mann bewaffneter Bürger unterstützt und GrafHeinrich Wilhelm von SolmS war Kommandant. GustavAdolph hatte der Stadt sein Wort gegeben ihr in derGefahr beizusiehcn, als sie im Vertrauen auf dies könig-liche Wort sich ihm verbündete. Er stand daher auch nichteinen Augenblick an, brach den 29. November nach Frank-furt auf, nöthigte diese Stadt dem Leipziger Bündniß bci-zutrcten und ihm den Eid der Treue zu leisten um sichihrer während seiner Abwesenheit zu versichern. Er wollteden 30. den Weg nach Nürnberg fortsetzen als er dieNachricht erhielt Tilly habe die Einschließung wieder auf-gegeben. — Dieser vergebliche Marsch würde den Spa-niern und Mainzern Zeit gegeben haben sich auf die Ver-theidigung des Rheins oberhalb Mainz gefaßt zu machen,wenn er nicht für sie die Wirkung einer bloßen Demon-stration gehabt hätte. Als Gustav Adolph daher den1. Dezember wieder aufbrach und den 3, bei Slockstadczwischen Worms und Oppenheim ankam, fand er noch keinebedeutendere Schwierigkeiten zu besiegen als die ihm derMangel «n Kähnen verursachte. Er bemächtigte sich der