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setzt und von 2000 Spaniern unter dem Marquis vonSilva vertheidigt. Gustav Adolph etablirte stch bestmög-lichst auf beiden Ufern des Mains.
Tilly glaubte in Franken nichts Bedeutenderes unter-nehmen zu können als nach Ansbach zu marfchiren, wo ernoch neue Gegenstände des Plünderns fand. Seine ä 0,0 00Mann starke Armee war beträchtlich zusammengeschmolzen.Der Herzog von Lothringen kehrte mit dem Überrest sei-ner durch Krankheiten fast aufgeriebenen Armee nach sei-nen Staaten zurück weil ihn der König von Frankreichbedrohte. Der Gencralkommissär Ossa war genöthigt miteinem Corps nach Schwaben und dem Elsaß aufzubrechenum diese Provinzen in der Abhängigkeit der Ligue zu er-halten, da sie anfingen stch zu den Protestanten hin-zuneigen.
Von der andern Seite aber war auch Gustav Adolphgenöthigt den Herzog Wilhelm von Weimar, der im Be-griff war mit den in Thüringen geworbenen Truppen zuHorn zu stoßen, aus Franken abzurufen um Banner zuverstärken. Denn Pappcnhcim hatte stch von der Haupt-armee entfernt um in Wcstphalcn und Nieder-Sachsenaus den zerstreuten katholischen Truppen eine Armee zusammeln.
Gustav Adolph der eine Brücke über den Main ge-schlagen und Vcrfchanzungcn auf dem rechten Rheinufer,Mainz gegenüber, angelegt hatte, sah wohl ein daß er diesewichtige Festung nicht ohne förmliche Belagerung bekom-men würde und deswegen auf das linke Rheinufer über-gehen müßte. Er wählte anfangs hierzu die Gegend un-terhalb Mainz weil ihm hier der äußerst fruchtbare Rhein-gau den Unterhalt erleichterte, worauf in der späten Jah-reszeit sehr viel Rücksicht genommen werdet» mußte. Allein