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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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hinter sich hatten. Die Macht der Protestanten betrugüber 100/600 Mann, davon der größte Theil, nämlichetwa 80,000 Mann in einer Linie den Katholischen ge-genüber, deren rechter Flügel sich etwa an Coblcnz lehnte,dann längs des Rheins bis Mainz und von da durch dassüdliche Franken nach Böhmen fortlief nnd sich in Pragendigte. Dadurch schnitten also die Protestanten die ganzenördliche Hälfte von Deutschland ab und waren auf die-selbe bastrt. Freilich war dies weitläufige KricgSthratcrnoch nicht ganz rein von Feinden, allein der Widerstandauf welchen sie darin stoßen konnten war um so wenigergefährlich als sie außer der Übermacht in den einzelnenTheilen auch noch in der Armee des Herzogs Wilhelm vonWeimar eine Reserve besaßen.

Bis zu diesem Augenblick hatte sich Gustav AdolphsKriegöthcatcr mit jedem Tage erweitert. Seine Stellungwar immer drohender für Ostreich und Deutschland selbstgeworden nnd schien ganz unerschütterlich zu sein- — Wieans den eng begrenzten Kräften eines Stecklings sich derBaum entfaltet, so hatte sich das Riesenwerk aus der Kraftweniger Tausende, durch den Sonnenblick des Genies her-vorgerufen, entwickelt. Von dieser Stellung aus schienGustav Adolph das erschöpfte Östreich mit einem einzigenSchlag darnieder werfen zu können. Ergriff der Kaisernicht die besten Mittel zu seiner Rettung, so schien fürGustav Adolph wenig mehr zu thun übrig. Denn eineArmee wie die Katholische unter Tilly die von ihren Fein-den in einer großen Schlacht gänzlich besiegt war und esden ganzen Feldzug über kaum noch wagte ihm unter dieAugen zri treten, die ihn täglich neue Vortheile gewinnensah und der es nicht einmal verstattet wurde sie keck znverwehren: von einer solchen Armee, noch weit mehr be-