und wo der Angreifende in zwei getrennten Kolonnen han-delt. Eö ist gradczu eine Schlacht im neuesten Stil. DieArmeen waren aber auch nur 15- und 20,000 Mann stark.
6. Die Weitläufigkeit der KriegStheatermachte den ganzen Krieg unzusammenhängend. Nach derFrciburgcr Schlacht geht Mercy aus freien Stücken überden Schwarzwald nach Würtemberg zurück, und Condügeht Philippöburg belagern; als ob beide nichts weiter miteinander gemein haben wollten- Da braucht denn freilichdie Strategie nicht so gewissenhaft und behutsam zu sein.
6. Die Schwächung durch den Angriff wirddurch eben diese Erscheinung bewiesen. Man würde demGegner (in unserm Fall Cond6 dem General Mercy) nach-gezogen sein, wenn man nicht gefürchtet hätte sich in einezu gefährliche Lage zu begeben. Man ließ ihn also ziehnund that etwas weniger Gefährliches, man belagertePhilippöburg.
§. 3.
(1645.) 7. Die Schlacht von Nördlingen:
») Stärke. Die Franzosen 17,000 Mann. DieVaiern und Östreicher 14,000. Die Artillerie derletztem 18 Geschütze.
1>) Verlust. 4- bis 6000 Mann auf jeder Seite-' Die Baiern und Östreicher den größten Theil ihresGeschützes.
a) Schlachtordnung der Franzosen- Die Infan-terie in zwei Treffen in der Mitte, die Kavalleriein zwei Treffen auf den Flügeln; aber hinter derInfanterie noch einige Kavallerie als drittes Treffenund hinter den Flügeln zwei beträchtliche Corps vonInfanterie und Kavallerie als Reserve. Die Auf-stellung war also ungewöhnlich tief, nämlich drei