Buch 
9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
166
JPEG-Download
 

166

irr der Nacht und auch hier, wie bei Arras, von der Seitewelche der frühern Stellung entgegengesetzt war.

21. Der Rückzug Turennes nach dieser Nieder-lage kann unter die glänzendsten Waffcnthatcn der Art ge-setzt werden- Obgleich ein Condü an der Spitze des feind-lichen Heeres stand und ein tüchtiges Daraufgehen zu er-warten war, obgleich seür Heer vielleicht um die Hälfte ge-schwächt, ohne Geschütz und ganz entmuthigt war, so ginger doch nur einen Marsch bis le Ouesnoi zurück, undblieb dort keck, selbst ohne Verschanzung stehen, mit derdeutlich ausgesprochenen Absicht eine zweite Schlacht anzu-nehmen. Seine gute Stellung mit dem linken Flügel anle Aucsnoi, mit dem rechten an dem Holz von Mormaup,einen Bach vor der Fronte, und sein stolzer Muth ent-fernte die Idee eines neuen Angriffs.

Unstreitig hat dieses Betragen Turennes eine großeÄhnlichkeit mit dem Friedrichs des Großen nach den Schlach-ten bei Hochkirch und bei Kunerödorf.

§ 11 .

(1658.) 22. Die Schlacht an den Dünen ge-hört zu den vollkommensten Parallelschlachten die es giebt.Turenne, anstatt sich seinen Linien vor Dünkerke anzuver-trauen, zieht vor mit etwa zwei Drittel seiner Macht6000 Mann Infanterie und 9000 Mann Kavallerie denVerbündeten entgegen zu gehen und sie anzugreifen, ehesie ihre Truppen vereinigt haben. Sie nehmen mit 6000Mann Infanterie und 8000 Mann Kavallerie die Schlachtan, ohne ein einziges Geschütz zu haben, weil die Artillerienoch nicht angekommen war.

Die Schlachtordnung Turennes war in zwei Treffen,die Infanterie in der Mitte, die Kavallerie auf den Flü-geln und eine kleine Reserve von Kavallerie. Die Vcr-