17-2
Des Königs Armee rückt vor Doesburg und Zütphcn.Das erstere fallt den 21., das letztere den 24. Juni.Durch ein vorgeschobenes Corps aber hat sich der Königfolgender Plätze zu gleicher Zeit bemächtigt: Wageningcn,Rhenen, Amersfort, Elm und Naarden, ja sogar Muydenist im Begriff verloren zu gehen und wird nur durch ei-nen Zufall gerettet. Den 30. rückt Ludwig XIV. bisvor Utrecht und hinein. Luxemburg rückt den 17. vorDcventer welches den 21. fällt, außerdem kommt dieseKolonne in den Besitz von Zwoll, Hattcm, Elburg, Har-derwyk, Campen, Ommcr-Schanze, Covoerden und vielenandern festen Orten, welche zufolge eines förmlichen Be-schlusses der Staaten von Ober.Pssel ihre Garnisonen ver-treiben müssen, um sich zu ergeben.
Die Staaten von Fciesland aber betrugen sich besser,sie setzen einen Theil ihres Landes unter Wasser und brin-gen einige Tausend Mann zur Vertheidigung dieser Über-schwemmungen zusammen, wodurch der westliche Theil vonFricöland vor dem Eindringen der Franzosen gesichert wird.
Ebenso wehren sich die Gröningcr besser. Sie lassenden im dreißigjährigen Kriege bekannt gewordenen hessischenGeneral Rabenhaupt kommen, machen ihn zu ihrem Gou-verneur und halten mit der bewaffneten Bürgerschaft vom23. Juli bis zum 27. August eine Belagerung des Bi-schofs von Münster aus, wobei dieser an 10,000 Manneingebüßt haben soll. Nach Aufhebung der Belagerungbemächtigt sich der General Rabenhaupt durch einen ge-schickten Überfall sogar der Stadt Covoerden wieder.
Schon vor Ende Juni treten Unterhandlungen ein.Da sie mit England als dem Bundesgenossen Frankreichsgemeinschaftlich getrieben werden müssen, so ziehen sie sichmehrere Monate hin, wobei Ludwig XIV. durch übertrie-