Buch 
9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
185
JPEG-Download
 

185

cin Corps nach Straßburg, was den Versuch machen sollte,sich der Brückenschanze entweder selbst zu bemächtigen, oderwenigstens den Straßburgern Furcht einzuflößen, damit sieden Deutschen die Besetzung dieser Schanze und den Über-gang über die Brücke versagten. Er selbst folgte mit derArmee und nahm daö Lager bet Wanzcnau dicht unter-halb Straßburg. Aber auch hier hatten seine Anstaltennicht den erwarteten Erfolg. Der Kommandant in derVrückcnschanzc hatte die Franzosen durch pom-p-u-Ioi-s hin-gehalten, bis die Deutschen eine Besatzung hineingeschickthatten und das straßburger Volk den Magistrat zwangder deutschen Armee den Gebrauch der Brücke zu ver-statten.

Den 1. Oktober geht Bournonville bei Straßburgüber den Rhein und nimmt ein Lager 35,000 Mannstark zwischen der Breusch und III bei dem Dorfe Ens-heim. Turenne sucht ihn in dieser Stellung den 4. Okto-ber mit 25,000 Mann auf, indem er über die Breuschgeht und zum Angriff anrückt. Man schlagt sich um cinHolz welches außerhalb der Stellung der Deutschen an ih-rem linken Flügel liegt und welches sie noch in der Eilebesetzen wollen; die Franzosen blieben im Besitz desselben;im Ccnkro macht ein Theil der verbündeten Kavallerie ei-nen Ausfall auf das französische Centrum, der abgeschla-gen wird; so entscheidet sich die Schlacht einigermaßen fürdie Franzosen, die auch 10 Kanonen erobern, obgleich dieeigentliche Stellung der Deutschen ganz »»angegriffen bleibt.Nach der Schlacht bei Einbruch der Nacht ziehen sichbeide Theile etwas zurück; die Deutschen hinter die IIIin daö Lager von Illkirchen und Grawestadten, Turennehinter die Breusch bis Achcnhcim und von da einige Tagespäter nach Marlcnhcim, halben Wegs nach Savcrna.