So verstreicht der Monat August; beide Heere verstärkensich, die Deutschen bedeutend, Turenne aber nur wenig.Nachdem Bournonville, bis auf den großen Kurfürstender noch auf dem Marsch ist, alle Reichötruppen an sichgezogen hat, ist er 36,000 Mann stark und geht damitden 30. August bei Mainz über den Rhein bis in die Gc-gend von Speier vor. Turenne, der nur 23,000 Mannhat, geht in eine Stellung bei Winden hinter den VricS-dach *) zwischen Berg- und Rhein-Zabern zurück, welchedie Verbündeten für unangreifbar ansehen, daher ste den17. September bei Speier über den Rhein gehen um die-sen Fluß bei Straßburg wieder zu passiren.
Turenne befand stch in einer Stellung bei Windenfünf bis sechs Meilen von den Deutschen; er glaubte aber,daß diese von Philippöburg aus gehörig beobachtet werdenkönnten und hatte einige Detachemcnts in ihrer Nahe ge-lassen, .in der Absicht ihre Arriergarde anzufallen, sobaldsie sich zu einem Rhcinübcrgang anschickten. Die Be-satzung von Philippöburg sollte dann durch fünf Kanonen-schüsse ihm das Zeichen gehen, worauf er mit der Armeeselbst herbeieilen wollte, um die deutsche Armee auf dieseWeise festzuhalten. Wie Turenne dies letztere erzwingenkonnte, ist schwer einzusehen, in jedem Fall ließ sich abervon einer so entfernten Stellung und den künstlichen An-stalten nicht erwarten, daß er im Stande sein würde, zurrechten Zeit da zu sein. So zeigte sich dann auch derErfolg. Er erfuhr den Übergang der Deutschen erst, alsdiese schon ganz auf dem rechten Ufer warm; nicht ein-mal seine vorgeschobenen Detachemcnts fanden etwas an-ders als einige Traineureö. Nun schickte Turenne eiligst
) Heißt weiter rmtcn Erlcnbach.
D. HerauLg.