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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Wald und Rhein. Turenne ist auch noch nicht stark; erkann höchstens 9000 Mann über den Rhein führen, da-mit will er dem Gegner, so lange dieser noch schwach ist,einen Schlag beibringen, denn er besetzt Philippsburg undkann also den Strom nach Gefallen überschreiten, dasklingt ganz gut. — Er geht mit 6000 Mann Kavallerieund 3500 Mann Infanterie über und trifft den Herzogvon Lothringen wirklich auf dem Marsche nach Wimpfen,wo er den Neckar passiren will, um zur Versammlung derTruppen hinter dem untern Neckar sich zu begeben. DerHerzog hat nur 6000 Pferde und 1500 Mann Infanterieund steht bei Sinzheim in einer sehr vortheilhaftcn Stel-lung. Der Herzog kann dem Gefecht sehr wohl auswei-chen, denn er hat die Brücke von Wimpfen grade hintersich; aber die vortheilhafte Stellung verleitet ihn es an-zunehmen.

Turenne, ob er gleich den Herzog in einer sehr Vor-theilhaften Stellung findet und fich doch sagen muß, daßhier nicht grade eine Gelegenheit ist, dem Feinde eine völ-lige Niederlage beizubringen und daß, wenn er ihn blosschlagt, durch diesen Sieg von 9000 Mann über 8000für den ganzen Feldzug nicht viel entschieden wird, Tu-renne doch thut, als ob der Zweck welchen er sich vorge-setzt zu wichtig sei, um nicht trotz der Starke der feind-lichen Stellung sein Heil zu versuchen. Er ist an Infan-terie sehr überlegen, das giebt ihm die Hoffnung dasDcfilee methodisch zu forciren; so geschieht eö auch wirk-lich; aber was ist das Resultat? Nicht als der Nameeines Sieges. — Die deutschen Generale ziehen sich mitunbedeutendem Verlust zurück, wohin sie ohnehin gehenwollten und Turenne geht bei Philippsburg wieder überden Rhein zurück.