Buch 
9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
208
JPEG-Download
 

208

Turcnne laßt mir ein schwaches Detachemcnt bei derBrücke und folgt dem Gegner auf der Stelle an dieKinzig. Er verstärkt den Posten von Willstädt, läßt30 Schwadrons zu seiner Unterstützung auf dem linkenUfer der Kinzig und nimmt mit dem Übrigen eine Stel-lung auf dem rechten bei Ncumühl, Front gegen Urlaffcn-Wahrend dieser Bewegungen hat die französische ArmeeLebensrnittel und Futter vollauf; der Deutschen hingegenfängt es an den erster» zu fehlen, ob sie gleich das ganzeLand hinter sich hat.

Der Mangel an Lebensrnitteln heißt es, veranlaßtMontccuculi den 28. von Offenburg nach Urlaffen zugehen. Turenne macht hierauf eine kleine Linksbewegungund nimmt das Lager zwischen Botersweyer und Linr, be-setzt zugleich bei Bischen (Bischofshcim?) den Übergang 'über den Holchcn-Bach welcher beide Armeen trennt. Auchschickt er 10 Schwadronen nach der Brücke von Alten-heim zurück.

Den 5. Juli bricht Montecuculi wieder auf, um sichan den Rhein anzulehnen, in der Hoffnung auf diesem brei-ten in viele Arme getheilten, von buschigten Ufern umge-benen, also schwer zu sperrenden Strom, von Straßburgdie Lebensrnittel welche er dort hat, so wie eine Schiff-brücke von dort herunter zu bringen- Er nimmt sein La-ger zwischen Lichten«« und Renchenloch, wo er sich ver-schanzt, wie er auch bei Offenburg und Schütter getha» shatte. Caprara ist mit 5000 Mann bei Offenburg geblie-ben, welches auf dem nothwendigen Umwege etwa fünfMeilen von Montecuculis Stellung entfernt ist. An dem-selben Tage wo Montecuculi von Urlaffen nach Lichten«»gegangen ist, hat Turenne seine Stellung verlassen undeine zwischen dem Holchen- und Renchen-Bach genommen,