wir auf die Natur der Mittel sehen, die der vorsichtigeTurenne anwandte, so müssen wir anssagcn, daß er seinenZweck mit einer großen Kunsiindusirie erreicht hat. Aberman muß auch gleich hinzusetzen, daß diese Kunst durchausnur diei seiner Zeit war, daß sie sich in unseren Kriege»ausgenommen haben würde, wie der Galanteriedcgen einesHofmannes unter Rittcrschwcrtern. — Was würde Be-naparte, oder, um nicht grade das Höchste zu wählen, waSwürde Blücher gethan haben, wenn er mit unseren Be-griffen und Kriegsgcwohnhcitcn Turenne gegenüber gestan-den hätte? Er würde ihn unfehlbar in eine vollkommeneNiederlage, oder gar in eine Katastrophe verwickelt haben.
So mag uns denn dieser Feldzng, weil er doch im-mer einer der merkwürdigen bleibt, zu vielfacher Belehrungdienen, wenn er auch durch eine falsche Kritik zu einer fal-schen Würde erhoben worden ist. Turenne selbst läßt sichüber die Natur seiner speziellen Anordnungen wenig aus;es ist nun freilich überhaupt seine Art nicht, viel Wortezu machen, indessen würde man, wenn er seine Lage, Mon-lecuculi gegenüber besonders kritisch gehalten und zur Ab-wendung aller möglichen Unglücksfälle sich einer besondernAnstrengung bewußt gewesen wäre, nichr Spuren davonin seinen Briefen finden; dagegen ist nicht zu verkennen,daß er bei dem Resultat des vorigen Fcldzugs mit mehrWohlgefallen verweilt, und diesen also wahrscheinlich höhergestellt hat, wie er denn dies auch nach unserer Überzeu-gung wirklich verdient.