dringt, auch Meister von Franche-Eomtü und Lothringenwird, so können wir das, wer es auch sagt, nur für einehohle Phrase halten, für eine von jenen betrügerischenTerminologien, womit alles wahre Denken verdorben wird.Wir glauben also, daß es auch in dieser Beziehung keineso wesentliche Sache war, daß Montecuculi grade beiStraßburg über den Rhein ging, und daß es immer vielbesser und ehrenvoller gewesen wäre, über Landau gegenStraßburg vorzudringen, wenn es auch zu weiter nichtsführte, als nicht den ganzen Fcldzug im Thal deS Schwarz-waldes auf dem deutschen Grund und Boden verstreichenzu lassen.
Wenn wir also auf diese Weise unter allen kleinli-chen und verengten Planen der damaligen Kriege, das stra-tegische Objekt dieses Feldzugeö noch besonders kleinlich Undeinseitig finden, wenn wir finden, daß der Feldherr, wel-cher ihm nachstrebte, sich mehr als behutsam, sich zaghaftdabei gezeigt hat, so können wir unmöglich diesem Feld-zuge von Seiten Montecuculi's die strategische Meisterschafteinräumen/ die man ihm meist bisher ohne alle Kritik undblos deswegen zugewiesen hat, weil dadurch die Kunst desGegners und somit die Kunst überhaupt höher gestellt wer-den sollte. Das sind falsche, einer gesunden Philosophieunwürdige Bestrebungen, die, indem sie den Leser auffalsche Wege führen, eine Kraft- und Zeitverschwendungveranlassen, die gar nicht zu berechnen ist.
, Finden wir den Feldzug Montecuculi's eines ausge-zeichneten Feldherrn ganz unwürdig, so wird freilich da-durch auch das Maaß etwas heruntergesetzt, welches bisherdiesem Fcldzuge TurenneS gegeben worden ist; aber wermit einer schwächeren Streitkraft die Pläne seines Gegnersvereitelt, behalt immer ein absolutes Verdienst, und wenn
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