2 .;.;
plan nicht unpassend gewesen sein, aber bei einem kräftiggeführten Kriege wäre er allein hinreichend gewesen die ent-schiedensten Unglücksfälle herbeizuführen:
1. Es wurde fast Alles vom Hofe, (eS ist charakte-ristisch daß die Geschichtsschreiber nicht sagen, derKönig oder das Kabinct, oder die Minister, sondernimmer 1» cour) aus bestimmt; so sehr, daß mandem Marschall Luxemburg von zwei Tagen die erin einem Lager stehen blieb, den einen schon übel nahm.
2. Für sclbstständige Theile waren BoufflcrS und Hu-miürcs offenbar zu schwach, ste mußten also als dieFlügel Luxemburgs angesehen und diesem unterge-ordnet werden; es fehlte daher eigentlich an allerEinheit des Befehls.
3. Die Macht war im hohen Grade zersplittert, delmetwa 60,000 Mann nahmen einen Raum von vierzigMeilen ein, nämlich von der Mosel bis ans Meer.
§- 3.
Hbersicht des FeldzugeS.
Der Verlauf des Feldzugcs ist, mit Ausnahme derSchlacht von Flcuxus höchst einfach und kleinlich.
Die Franzosen wissen, daß die Hauptmacht der Ver-bündeten unter Waldeck erst später ins Feld rücken zvjrd,und noch später die Macht der Brandenburger und Lüt-ticher. Sie wollen dies benutzen um die Gegend vonGent auszufouragiren und dadurch ihren Linien gegendie Unternehmungen Castanaga's für den übrigen Theildes Fcldzugs mehr Sicherheit zu geben.
Luxemburg versammelt also seine Hauptmacht beiSt. Amand an der Scarpc, Anfangs Mai, laßt davon0 Bataillone und 23 Schwadronen unter Gournay im