Einige Bemerkungen zum spanischen Erbfolgekriege beiGelegenheit per Briefe der Madame von Maintenonan die Prinzessin cips Orslus.
Man sieht aus diesen Briefen:
1. in welcher Verlegenheit, Noth und Veforgniß sichFrankreich vom Jahre 1706 bis 1711 befunden hat. Eswar doch möglich mit einigen glücklichen Feldzügen ihmaus Leben zu kommen! Man spricht immer von dem ge-gen Ludwig XIV. verbündeten Europa. Dieses Europabestand aber aus Östreich, einem Theil des deutschen Reichs,Holland, England, und abwechselnd Savoyen. Dagegenbefanden sich auf der andern Seite Frankreich, der grö-ßere Theil von Spanien und die rebellischen Ungarn, ge-gen welche Ostreich in offenem Kriege begriffen war.Bedenkt man nun wie ungünstig gestellt die Strcitkraftewaren, womit England, Holland und Savoyen auftretenkonnten, wie wenig konsistent die Kriegsmacht des deutschenReichs war, und daß Ostreich einen Theil feiner Machtnach Ungarn hinwenden mußte, so wird man nicht sagenkönnen, daß das politische Übergewicht gegen Frankreich zugroß gewesen wäre und darin der Erfolg gelegen habe;nein! der Erfolg lag in den beiden großen und unterneh-menden Feldherrn der Verbündeten.
2. Daß unter allen Verlegenheiten keine so groß war,wie die des Geldes, welches beweist, wie der damalige Kriegso ganz auf das Geld gegründet war.
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