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8 (1835) Der Feldzug von 1815 in Frankreich : hinterlassenes Werk / des Carl von Clausewitz
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Ausdehnung von Vierge bis Nieder-Wavre etwas über2000 Schritt/ war also nicht übertrieben groß für einKorps von 20/000 Mann. Der Brückenübergänge waren4/ einer bei Nieder-Wavre/ 2 bei Wavre/ 1 bei der Mühlevon Bierge/ indessen war die Dyle zur Noth zu durchwa-ten. Dagegen war der linke Thalrand dieses Flusses ziem-lich d. h. 50 bis 60 Fuß hoch und gerade so steil daß erals ein gutes Hinderniß des Zugangs betrachtet werdenkonnte und doch die vollkommene Wirkung des Feuers zu-ließ; da die Gegend auf dem rechten und linken Flügel inder Nähe frei war und weiter rückwärts noch einige An-lehnungspunkte darbot/ so konnte die Stellung immer alseine der stärksten angesehen werden die man von einerStunde zur andern ohne viele Vorbereitungen zu nehmenim Stande ist.

Die Einrichtungen des Generals Thielemann warendarauf gerichtet so wenig Truppen als möglich aus derHand zu geben/ das Feuergefecht mit der möglichst gerin-gen Anzahl Infanterie zu unterhalten/ die Hauptwirkungdurch den Gebrauch der Artillerie zu thun und stch also imStande zu sehen/ wenn der Feind irgendwo mit einemSturme gegen den Thalrand durchbrechen wollte/ demselbeneine noch frische Truppenmaffe entgegen führen zu können;die eigentliche Reserve sollte gebraucht werden/ den Feindwelcher vielleicht einen seiner Flügel umginge selbst wiedervon der Seite anzufallen.

Von diesen Anordnungen machte der Zufall einescheitern.

Die 9te Brigade/ welche stch/ nachdem der Feind bedeu-tende Kräfte entwickelte/ über Nieder-Wavre abzog/ ging/nachdem sie Wavre mit 2 Bataillonen besetzt und ein drit-tes dahinter gestellt hatte/ mit den übrigen 6 Bataillonen/