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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Lirrk über die Elbe und der König beschließt seine Winter-quartiers in Schlesien zu nehmen und Prag wieder zuverlassen.

Friedrich der Große zeigt in diesem Feldzuge keinegroße Lust zu einer Schlacht. Der Prinz von Lothringen/mit dem sich die Sachsen vereinigt haben/ ist ihm über-legen; seine Armee bei der Überlegenheit der feindlichenleichten Truppen hat Mangel gelitten/ sie ist durch Krank-heiten sehr geschwächt/ Friedrich der Große hält es unterdiesen Umständen nicht für gerathen/ sich für den Besitzdes halben Böhmens aufs Äußerste zu schlagen; er be-gnügt sich/ seine Bundeöpsticht erfüllt und an Land nichtseingebüßt zu haben. Er fühlt sich in Schlesien stärkerund beschließt im nächsten Feldzug den Feind da abzuwar-ten/ um einen Sieg über ihn zu gewinnen.

Man muß also die Eroberung Böhmens im Jahre1744 wie die von Mähren im Jahre 1742 ansehen/ alseine bloße Diversion/ wobei die Möglichkeit sich zu be-haupten in den Hintergrund zurücktritt.

Bei den wenigen Nachrichten die man von diesemKriege hat/ kann man unmöglich sagen/ ob Friedrich derGroße den Herzog von Lothringen hätte angreifen könnenund sollen. Allerdings würde ein Sieg/ der Friedrich denGroßen in den Stand gesetzt hätte/ in Böhmen Winter-quartiere zu beziehen/ ihm in seiner Lage sehr nützlich ge-wesen sein; er zeigte den östreichern dadurch/ wie furcht-bar er ihnen sei und daß sie leicht um eine zweite Pro-vinz kommen könnten/ wenn sie die erste durchaus zurückhaben wollten; das würde den Frieden/ wie er ihn wünschte/sehr gefördert haben. Allein ein gewöhnlicher Sieg konntedies Resultat kaum versprechen; der Prinz von Lothringenwäre einige Märsche zurückgegangen und die Beziehung