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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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ihm tn dein Gefecht von katholisch Hennerödorf einigetausend Mann ab, und nöthigt ihn zum Rückzug nachBöhmen mit einem Verlust von 5000 Mann. Die-ser Erfolg kann einem mäßigen Siege gleich geachtetwerden. Vielleicht hatte Friedrich der Große mehr errei-.chen können, wenn er dreister darauf losgegangcn wäre;aber er wollte die Vorsicht nicht aus der Hand lassen;ein halber Sieg war ihm genug; indem er nach einemgrößer» Sieg strebte, mußte er sich größerer Gefahr aus-setzen, das paßte nicht in seine Rechnung. Nach diesemwichtigen Vortheil erneuert er seine Friedensanträge, ohneseine Forderungen im mindesten zu steigern; sie werden ab-gelehnt. Der Fürst von Anhalt rückt der sächsischen Armeeauf den Leib, die unter Rutowöki bei Leipzig sich versam-melt; sie zieht sich nach Dresden zurück, der Fürst von An-?halt folgt ihr, wird von Müssen her durch ein Corps vondes Königs Armee unter General Lehwald verstärkt, undgreift sie den 15. Dezember in einer Stellung, die sie betKeffelödorf genommen hat, an; er erhält einen vollständi-gen Sieg über sie, und der Prinz von Lothringen, derzwei Tage vorher von Leutmeritz her bei Dresden ange-kommen ist und seine Truppen in CantonementS verlegthat, muß sich nach Böhmen zurückziehen. Friedrich derGroße ist am Tage der Schlacht in Meisten angekommen.

Sonderbar ist es, daß beide, der König wie der Prinzvon Lothringen ihre untergeordneten Feldherrn eine Schlachtvon der Wichtigkeit schlagen lassen, ehe sie mit ihnen ver-einigt sind, und ohne zu wissen, ob sie es nicht mit demganzen Gegner zu thun haben werden.

Auch dieser glänzende Sieg, welcher den König inden Besitz von ganz Sachsen setzt, vermag ihn nicht seine