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10 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Sobiesky, Münich, Friedrich dem Grossen und dem Herzog Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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reit/ vielleicht 20,000 Mann, so würde er bet Anwendungeiner großen Energie vielleicht das Doppelte verloren ha-ben. Nun kann man aber wohl annehmen, daß ein be-waffneter Mann, Artillerie und Kavallerie mit eingerechnet,dem Staat an 100 Thlr. kostete, weil die ganze Ausrü-stung desselben mit ihm verloren ging, ein solcher Feldzugkostete also schon darum ein Paar Millionen mehr. Rech-net man noch den weiten Transport von Munition undLebensrnitteln hinzu, so wachst die Mehrausgabe vielleichtnoch um eine Million und man begreift also wie Jemandder nur noch ein Paar Millionen im Schatz hat, daraufeinen sehr großen Werth legen konnte. Freilich hatte eres zum Theil durch Kriegscontributionen einbringen kön-nen, allein wenn diese bis zu einem solchen Betrage sichhärten belaufen sollen, so würde dies ein neues Hindernißdes Friedens, ein neuer Grund zum Haß und Widerstandgeworden seim

Welchen Werth Friedrich der Große aber auf dieMenschen selbst legte, sieht man daraus, daß er die Ge-fangenen immer unterstecken ließ und sich rn seiner Ilistolrürühmt auf diese Weise dem Lande so viel Rekruten er-spart zu haben. Wo man also mit Geld und Menschenso haushälterisch verfährt, da ist die Berechnung des Kraft-aufwandes immer die erste Sache, an welche man denkt,und man kommt bald an eine Linie, welche man für dieGrenze des Möglichen hält, und über welche hinaus mannicht gehen darf, was auch die Folgen sein mögen.

3. Da Friedrich der Große nachdem er Schlesienfast ohne Schwertstreich erobert, seinen positiven Zweck er-reicht hatte, und eö ihm von da an nur auf die Erhal-tung ankam, so war er auf der Vertheidigung, und dasVorschreiten wäre also nur an ihm gewesen, wenn er hatte