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befürchten müsse»/ eine günstigere Zeit ungenutzt vorüber-gehen zu lassen und dann in einer schlimmeren ein größe-res Gewicht auf stch zu laden. Dies war in zwei Be-ziehungen allerdings der Fall. Die erste Beziehung wardie allgemeine, in welcher jeder steht, der nicht die größteAnstrengung anwendet; nämlich die Gefahr, daß der an-dere ste später anwendet und ihn dann überbietet. Hättendie Östreichcr stch einfallen lassen, Anstrengungen zu ma-chen, wie wir ste jetzt als möglich kennen, so würden steSchlesien leicht wieder bekommen haben. Aber das warnicht zu befürchten, denn eö war etwas, woran kein Menschdachte; so wie Friedrich der Große mit Thalern und Re-kruten rechnete, eben so that es die östreichische Regierung.Die zweite Beziehung war, daß die Verbündeten, welcheFriedrich der Große hatte, ihn nach und nach im Stichlassen konnten, denn im Grunde hatte keiner ein solchesPrinzip der Feindschaft mit Östreich wie er, wenn erSchlesien durchaus behalten wollte. Es war also voraus-zusetzen, daß, wenn Östreich nicht niedergeworfen, zur Be-friedigung aller Ansprüche gezwungen und dadurch zurRache unfähig gemacht würde, die andern nach und nachabtreten würden und Preußen dann allein stehen und alsovöllig überwunden sein würde. Aus diesem Dilemma gabes aber noch einen Ausweg, nämlich den der Politik.Wenn Preußen damals unstreitig der gefährlichste FeindÖstreichs, den Augenblick der Ohnmacht dieses Staatesbenutzte, an Statt ihn völlig niederzuwerfen, ihm durchabsichtliches Innehalten aufzuhelfen, so erwarb eö sich einVerdienst um dasselbe, und dieses Verdienst konnte mitder Abtretung Schlesiens belohnt werden. Östreich konnteniit dieser einen Provinz den Besitz aller übrigen erkaufen.So geschah c§ und Friedrich der Große zog diesen Aus-